Identität ist das übergreifende Motiv Dužan Duongs ambitionierten Debüt-Dramas, dessen Figuren auf sozialer, kultureller, kommunaler, familiärer und romantischer Ebene nach ihrem Platz suchen. Weibliche Sichtweisen schließt der Generationskonflikt gezielt aus. Dezentes 3:2-Format setzt auf eine zurückhaltende, doch letztlich austauschbare Ästhetik. Letztlich erschlägt die Kombination aus Zuviel und Zuwenig den überkonstruierten Plot. Für seine relevanten Themen lässt das sprunghafte Geschehen kaum Zeit. Motive bleiben unklar, Konflikte wirken aufgesetzt, Lösungen halbgar und das Ende ist verklärte Behauptung.
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