Stattin den Schuhen sind es Ghasideh Golmakanis satirischem Spielfilm-Debüt die Kleider des anderen, oder genauer: der, in denen die Charaktere sich zurechtfinden sollen. Bekleidung und Bedeckung, so wie sie Tradition und Gesetzgebung am iranischen Schauplatz diktieren, erscheinen als emblematisches Instrument patriarchalischer Unterdrückung. Jene inszeniert und implementiert die iranisch-deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin unter umgekehrten Bedingungen im Rahmen ihres filmischen und film-im-filmischen Projekts. Dessen Wirkung als edukatives Exempel vor und hinter der Kamera maßgeblicher scheint als die Entwicklung der Handlung und Figuren.
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