Bildnachweis: © Netflix | Motiv von "Creep"

Seine Verlobte ist seit zwei Jahren tot – doch plötzlich schreibt sie ihm wieder: Neuer Horrorfilm vom "Creep"-Regisseur

von Thomas Repenning

Was passiert, wenn die Vergangenheit einfach nicht ruhen will und plötzlich wieder Nachrichten auf dem Smartphone erscheinen? Mit Violet entsteht ein neuer psychologischer Horrorfilm, der eine verstörende Liebesgeschichte mit übernatürlichem Schrecken verbindet. Regie führt Patrick Brice, der mit Creep und dessen Fortsetzungen bereits bewiesen hat, wie wirkungsvoll sich menschliche Abgründe inszenieren lassen. Für sein neues Projekt hat er eine prominente Besetzung versammelt: Lili Reinhart (Riverdale), Danny Ramirez (Captain America: Brave New World), Suki Waterhouse (Daisy Jones & The Six), Lukas Gage (Smile 2) und Mark Duplass (Creep) übernehmen die Hauptrollen.

"Violet": Nachrichten aus dem Jenseits zerstören eine neue Liebe

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sean, gespielt von Danny Ramirez. Zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod seiner Verlobten Violet hat er endlich begonnen, sein Leben neu zu ordnen. Mit seiner langjährigen Freundin Kate, dargestellt von Lili Reinhart, findet er eine neue Partnerin und wagt einen gemeinsamen Neuanfang. Doch dieser führt die beiden ausgerechnet in das Haus, in dem Sean früher mit seiner verstorbenen Verlobten lebte.

Kurz nach dem Einzug geschehen merkwürdige Dinge. Sean erhält beunruhigende Textnachrichten von einer unbekannten Nummer. Der Absender behauptet, seine tote Verlobte Violet zu sein. Was zunächst wie ein grausamer Scherz wirken könnte, entwickelt sich zu einer immer bedrohlicheren Situation. Denn offenbar weiß die Person hinter den Nachrichten mehr über Seans Vergangenheit, als irgendjemand wissen dürfte.

Der Film greift damit eine ausgesprochen zeitgemäße Horroridee auf: In einer Welt, in der Nachrichten, Fotos und digitale Erinnerungen dauerhaft gespeichert bleiben, verschwinden frühere Beziehungen niemals vollständig. Violet verbindet diese Vorstellung mit der Frage, ob die verstorbene Frau tatsächlich aus dem Jenseits zurückkehrt oder ob sich hinter den Nachrichten eine andere, möglicherweise noch verstörendere Wahrheit verbirgt.

Das Team hinter "Creep" und "Channel Zero" arbeitet zusammen

Das Drehbuch stammt von Nick Antosca, der mit Channel Zero, Brand New Cherry Flavor und Antlers bereits zahlreiche düstere Genreprojekte verantwortete. Gemeinsam mit Alana B. Lytle adaptierte er seine eigene Kurzgeschichte Ghostfish. Die literarische Vorlage erschien ursprünglich 2013 und beschäftigt sich ebenfalls mit der unheimlichen Vorstellung, dass digitale Kommunikation die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart überwinden könnte.

Besonders interessant ist die erneute Zusammenarbeit zwischen Patrick Brice und Mark Duplass. Gemeinsam entwickelten sie die Creep-Filme, in denen Duplass einen ebenso unberechenbaren wie verstörenden Mann verkörperte. Während Brice bei Violet erneut die Regie übernimmt, gehört Duplass diesmal zur Besetzung. Welche Figur er spielt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Produziert und finanziert wird Violet von SK Global und Generator Entertainment. FilmNation Entertainment übernimmt den Verkauf der internationalen Verwertungsrechte und stellt das Projekt auf dem American Film Market vor. Die Dreharbeiten sollen im Frühjahr 2027 beginnen. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Mit seiner Mischung aus Beziehungsdrama, digitalem Spuk und psychologischem Horror könnte Violet besonders Fans von Filmen ansprechen, die ihre Bedrohung aus scheinbar alltäglichen Situationen entwickeln.