Brad Bird kehrt mit einem Film ins Regiefach zurück, den er seit Jahrzehnten im Kopf hat: Ray Gunn ist ein futuristischer Animationsfilm mit deutlichen Anleihen beim klassischen Film Noir. Jetzt gibt es erstmals einen Trailer zu sehen. Seine Weltpremiere feiert das Projekt am 10. Oktober beim BFI London Film Festival. Für Bird ist es die erste Regiearbeit seit Die Unglaublichen 2 aus dem Jahr 2018.
Im Zentrum steht der namensgebende Ray Gunn, ein abgebrühter Privatdetektiv, der in einer von Menschen und Außerirdischen bevölkerten Welt einen neuen Auftrag übernimmt. Sam Rockwell leiht dem Ermittler seine Stimme, Scarlett Johansson spricht die Sängerin Venus Nova und Tom Waits ist als Rays einäugiger Alien-Partner Eye-ra zu hören. Zum weiteren Ensemble gehören Matt Berry, Kathryn Hunter, Alan Tudyk und Bobby Cannavale. Auch hinter den Kulissen versammelt Bird prominente Namen: Michael Giacchino komponiert die Filmmusik, während Star Wars-Veteran Ben Burtt für das Sounddesign verantwortlich ist.
Nach fast 30 Jahren: Brad Bird bringt seinen ungewöhnlichsten Film endlich ins Kino
Die Geschichte hinter Ray Gunn reicht weit zurück. Bird arbeitet bereits seit fast 30 Jahren an dem Science-Fiction-Projekt, das lange keinen Weg auf die Leinwand fand. Zwischenzeitlich scheiterte die Finanzierung unter anderem an den enormen Produktionskosten. Netflix übernahm schließlich das Projekt und ermöglicht Bird damit, seine langjährige Vision tatsächlich umzusetzen.
Der Film soll am 4. Dezember zunächst in ausgewählten US-Kinos starten. Geplant sind dabei auch einzelne Vorführungen im 70-mm-Format, bevor der Film am 18. Dezember bei Netflix verfügbar wird. Anscheinend wird er aber ab dem 3. Dezember auch für kurze Zeit in deutschen Kinos laufen.
Der Trailer vermittelt bereits einen Eindruck von Birds Mischung aus futuristischer Großstadt, Detektivgeschichte und stilisierter Animation. Für den Regisseur ist das Projekt damit zugleich eine Rückkehr zur Animation und die Verwirklichung einer Idee, die ihn länger begleitet als viele seiner bekannten Filme überhaupt.