Bildnachweis: © Warner DC | Motiv von "Wonder Woman"

DC zieht bei drei geplanten Serien den Stecker: Auch James Gunns "Game of Thrones"-artige Wonder Woman-Serie liegt auf Eis

von Thomas Repenning

Nicht jedes Projekt, das James Gunn und Peter Safran für ihr neues DC-Universum angekündigt haben, wird tatsächlich umgesetzt. Gleich drei bereits seit längerer Zeit entwickelte Serien werden aktuell nicht mehr aktiv vorangetrieben. Besonders prominent ist Paradise Lost, das als ambitionierte Vorgeschichte zu Wonder Woman geplant war. Doch auch Waller und die ursprünglich vorgesehene Version von Booster Gold hat es erwischt.

Von klassischen Absetzungen kann dabei allerdings keine Rede sein. Keine der drei Serien hatte bislang eine offizielle Produktionsfreigabe erhalten. Vielmehr handelt es sich um Projekte, die während ihrer Entwicklungsphase gestoppt beziehungsweise vorerst zurückgestellt wurden.

"Paradise Lost" sollte Themyscira ohne Wonder Woman zeigen

Gerade Paradise Lost gehörte zu den ungewöhnlicheren Ideen des neuen DC-Universums. Die Serie sollte lange vor der Geburt von Diana Prince auf Themyscira spielen und sich mit den politischen Verhältnissen auf der Heimatinsel der Amazonen beschäftigen.

James Gunn hatte für die geplante Ausrichtung sogar einen ausgesprochen prominenten Vergleich bemüht: Game of Thrones. Intrigen, Machtkämpfe und politische Konflikte sollten entsprechend stärker im Mittelpunkt stehen als klassische Superhelden-Action.

Daraus wird zumindest vorerst nichts. Paradise Lost wird aktuell nicht länger aktiv entwickelt. Warum das Projekt seine Priorität verloren hat, wurde nicht offiziell erläutert.

Das gleiche Schicksal trifft Waller. Die bereits 2022 erstmals ins Gespräch gebrachte Serie sollte Viola Davis erneut als Amanda Waller ins Zentrum rücken. Auch dieses Projekt wird derzeit nicht weiterverfolgt.

Auch "Booster Gold" muss noch einmal von vorne anfangen

Etwas anders sieht die Situation bei Booster Gold aus. Eine Serie über den zeitreisenden DC-Helden gehörte bereits 2023 zu den von Gunn und Safran vorgestellten Projekten für ihr neues Universum.

Die damals entwickelte Version wird allerdings nicht umgesetzt. Autor und Showrunner David Jenkins bestätigte inzwischen selbst, dass sein Ansatz verworfen wurde. Damit muss Booster Gold aber nicht zwangsläufig vollständig vom Tisch sein. Die Figur könnte zu einem späteren Zeitpunkt mit einem neuen kreativen Konzept zurückkehren.

Die drei Entscheidungen zeigen dennoch, dass die ursprünglich präsentierten DC-Pläne keineswegs in Stein gemeißelt sind. Gunn und Safran scheinen inzwischen genauer auszuwählen, welche Projekte tatsächlich bis zur Produktion gebracht werden.

Andere DC-Serien machen dagegen Fortschritte

Von einem generellen Rückzug aus dem Seriengeschäft kann dennoch keine Rede sein. Bereits am 17. August startet Lanterns, während auch das geplante Superman-Spin-off rund um Jimmy Olsen weiterhin entwickelt wird.

Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten zu Mister Miracle. Nathan Fillion wird dort erneut Guy Gardner verkörpern beziehungsweise dem Green Lantern seine Stimme leihen. Bei Mister Miracle handelt es sich um eine Animationsserie, in deren Mittelpunkt der berühmte Entfesselungskünstler Scott Free steht.

Fillion entwickelt sich damit zunehmend zu einem Bindeglied zwischen verschiedenen Teilen des neuen DC-Universums. Nach seinem Auftritt als Guy Gardner in Superman war beziehungsweise ist die Figur auch in Peacemaker und Lanterns vertreten.

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