David Finchers neuer Film Cliff Booth steht offenbar vor weiteren Verzögerungen. Wie The Playlist berichtet, sind für das Tarantino-Spin-off zusätzliche Dreharbeiten mit Hauptdarsteller Brad Pitt geplant. Die sogenannte Additional Photography soll noch im August stattfinden und mehrere Tage dauern. Auch größere Sets müssen dafür teilweise erneut aufgebaut werden.
Die Nachdrehs erklären offenbar auch, warum der Film bislang bei den Herbst-Festivals fehlt. Ursprünglich war vorgesehen, Cliff Booth beim Filmfestival von Venedig erstmals öffentlich zu zeigen. Festivalleiter Alberto Barbera hatte jedoch bereits erklärt, dass der Film nicht rechtzeitig fertiggestellt worden sei. Die zusätzlichen Dreharbeiten liefern nun einen möglichen Grund dafür.
Fincher soll mit dem bisherigen Ergebnis unzufrieden sein
Noch weiter gehen Informationen von TheInSneider. Demnach soll Fincher mit dem bisherigen Ergebnis des Films nicht besonders zufrieden sein und umfangreichere Nachdrehs gefordert haben. Diese hätten allerdings erhebliche zusätzliche Kosten verursacht. Netflix soll die Forderungen in diesem Umfang abgelehnt haben, letztlich aber einigen Tagen zusätzlicher Aufnahmen zugestimmt haben.
Für die Nachdrehs wird zudem nicht Erik Messerschmidt hinter der Kamera stehen. Der Kameramann arbeitet derzeit an The Batman Part II. Stattdessen übernimmt Jeff Cronenweth die zusätzliche Fotografie. Cronenweth arbeitete bereits mehrfach mit Fincher zusammen, unter anderem bei Fight Club und Gone Girl - Das perfekte Opfer. Die beiden haben seit zwölf Jahren nicht mehr gemeinsam an einem Film gearbeitet.
Kinostart im November – doch der Zeitplan wird eng
Die Produktion von Cliff Booth war nach rund sechs Monaten im Januar 2026 abgeschlossen. Seitdem befindet sich der Film in der Postproduktion. Fincher gilt als Regisseur, der sich für den Schnitt seiner Filme viel Zeit nimmt. Durch die nun angesetzten Nachdrehs wird der Zeitplan jedoch zunehmend knapp. Laut TheInSneider könnte der Film sogar auf 2027 verschoben werden, sollte er wichtige Termine nicht einhalten können. Bereits im Sommer war die Arbeit am Schnitt aufgrund persönlicher Probleme des Regisseurs vorübergehend unterbrochen worden.
Die Handlung bleibt weiterhin weitgehend geheim. Bekannt ist lediglich, dass die Geschichte mehrere Jahre nach Once Upon a Time... in Hollywood spielt und Cliff Booth in eine neue Situation gerät. Neben Pitt gehören unter anderem Carla Gugino (Heads of State), Yahya Abdul-Mateen II (Candyman), Elizabeth Debicki (Tenet) und Scott Caan (Hawaii Five-0) zur Besetzung. Das Script stammt von Quentin Tarantino. Medienberichten zufolge soll das Budget bei über 200 Millionen Dollar liegen – ein klares Zeichen dafür, welche Bedeutung Netflix dem Film beimisst. Der aktuelle Plan sieht einen exklusiven zweiwöchigen IMAX-Kinostart ab dem 25. November vor. Am 23. Dezember soll der Film anschließend bei Netflix verfügbar sein. Warten wir mal ab.