Bildnachweis: © Paramount | Szene aus "Freitag der 13. - Jason im Blutrausch"

"Freitag der 13. Teil VII": Verschollene Jason-Szenen entdeckt – kommt jetzt die unzensierte Blutbad-Fassung?

von Sebastian Groß

Die Freitag der 13.-Reihe zählt zu den bekanntesten Horrorfilmserien überhaupt. Seit dem Start im Jahr 1980 verfolgt das Franchise die blutigen Taten von Jason Voorhees, einem der berühmtesten Killerfiguren des Slasher-Genres. Besonders die frühen Filme machten den maskierten Mörder zu einer Ikone des Horrorfilms. Doch nicht nur Jasons Auftritte sorgten immer wieder für Diskussionen – auch die zahlreichen Kürzungen durch die Zensurbehörden wurden zum Thema.

Einer der betroffenen Filme ist Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch aus dem Jahr 1988. In dem siebten Kapitel der Reihe trifft Jason auf Tina Shepard, eine junge Frau mit besonderen mentalen Fähigkeiten, die ihn mit ihren Kräften herausfordert. Um den Film in den US-Kinos veröffentlichen zu können, mussten zahlreiche besonders brutale Szenen entfernt werden. Lange Zeit galt das geschnittene Material als verloren.

"Jason im Blutrausch": Neue Hoffnung für Fans der ungekürzten Version

Bei seiner Veröffentlichung in Deutschland hatte Jason im Blutrausch eine wechselvolle Geschichte. Die hierzulande erschienene VHS-Fassung entsprach der damals bereits entschärften US-Version, war aber trotzdem mit einer Freigabe ab 18 Jahren erhältlich. Im Fernsehen wurde der Film später noch weiter gekürzt. Auch die Indizierung im Jahr 1989 passte in die damalige Zeit, in der viele Horrorfilme wegen ihrer Gewaltinhalte auf dem Index landeten. Mittlerweile ist diese Vergangenheit jedoch vorbei: Seit 2009 darf der Film wieder regulär verkauft werden. Die ungeschnittene Version erhielt von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren.

Jahrelang gingen Fans davon aus, dass die entfernten Szenen endgültig verschwunden sind. Der 2019 verstorbene Regisseur erklärte mehrfach, dass das zusätzliche Filmmaterial nach den damaligen Kürzungen von Paramount vernichtet worden sei. Lediglich eine alte Arbeitskopie des Films, ein sogenannter Workprint, sollte noch existieren. Einige der fehlenden Momente wurden zwar als Bonusmaterial veröffentlicht, allerdings nur in schlechter Bildqualität.

Nun gibt es möglicherweise eine neue Spur. Laut Neon Zombie soll Komponist Fred Mollin Videokassetten mit Material aus der ursprünglichen Fassung besessen haben. Diese Aufnahmen sollen eine deutlich bessere Qualität bieten als die bislang bekannten Quellen. Damit wäre es theoretisch möglich, die fehlenden Szenen wieder in den Film einzubauen und eine umfangreichere Version von Jason im Blutrausch zu erstellen.

Wie stehen die Chancen für die Uncut-Fassung von "Jason im Blutrausch"?

Eine offizielle Veröffentlichung ist derzeit trotzdem nicht in Sicht. Das Material darf aus rechtlichen Gründen nicht einfach verbreitet werden und müsste zunächst von den Rechteinhabern freigegeben werden. Für Fans von Jason Voorhees bleibt damit zumindest die Hoffnung, dass ein lange verlorenes Kapitel der Freitag der 13.-Geschichte vielleicht doch noch vollständig rekonstruiert werden kann.

Die Chancen auf eine Veröffentlichung stehen möglicherweise gar nicht schlecht. Im Oktober startet in den USA mit Crystal Lake die Prequel-Serie zur Freitag der 13.-Reihe, die zeigt, dass Hollywood weiterhin Interesse an der Marke rund um Jason Voorhees hat. Da wäre es durchaus naheliegend, die neue Aufmerksamkeit für das Franchise auch im Heimkino zu nutzen – etwa mit einer restaurierten und vollständig ungekürzten Fassung von Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch. Allerdings ist auch bekannt, dass die Rechte- und Lizenzfragen bei der Reihe immer wieder für Komplikationen gesorgt haben. Bleibt also nur, optimistisch zu bleiben.

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