Ausgerechnet auf der Zielgeraden bekommt The Boys ein spürbares Fanproblem. Die vorletzte Episode der finalen Staffel sorgt derzeit für ungewöhnlich viel Frust im Publikum – und hat bei den Zuschauerwertungen einen Negativrekord aufgestellt.
Die am 13. Mai bei Prime Video veröffentlichte siebte Folge kommt auf IMDb aktuell lediglich auf 6,7 von 10 Punkten. Für andere Serien wäre das noch ein ordentlicher Wert, für „The Boys“ allerdings ein klarer Ausreißer nach unten: Keine Episode der Superhelden-Satire wurde bislang schlechter bewertet.
Fans kritisieren die finale Staffel von "The Boys"
Dass einzelne User-Scores mit Vorsicht zu genießen sind, versteht sich. Trotzdem verdichtet sich der Eindruck, dass viele Fans mit dem Endspurt der Amazon-Serie hadern. In Diskussionen wird vor allem kritisiert, dass sich die finale Staffel zu sehr in Nebenhandlungen verliere und die Geschichte kurz vor Schluss nicht die Dynamik entwickle, die sich viele vom großen Abschied erhofft hatten.
Statt Eskalation auf der Zielgeraden machen in Teilen des Publikums inzwischen Begriffe wie „Filler“ die Runde. Das erinnert durchaus an andere große Serien, bei denen ausgerechnet die letzten Episoden die Fangemeinde gespalten haben.
Reicht das "The Boys"-Finale für einen würdigen Abschluss?
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt auch die Laufzeit des Finales. Showrunner Eric Kripke hatte bereits erklärt, dass die letzte Episode rund 65 Minuten lang sein wird – und bewusst kein überlanges Event-Finale werden sollte.
Genau das sorgt jedoch bei einem Teil der Fans für Skepsis. Angesichts zahlreicher offener Konflikte und Figurenbögen stellt sich für viele die Frage, ob diese Laufzeit tatsächlich ausreicht, um die Serie zufriedenstellend zu Ende zu bringen.
Noch ist das letzte Wort natürlich nicht gesprochen. Serien wurden schon häufiger durch ein starkes Finale gerettet. Aktuell steht aber fest: So viel Unsicherheit kurz vor dem Ende musste „The Boys“ bislang noch nie aushalten.