Bildnachweis: © Universal | Behind-the-Scenes zu "Michael" (2026)

Hinter den Kulissen des Mega-Biopics "Michael" herrschte Chaos: Regisseur Antoine Fuqua soll vom Set geflohen sein

von Sebastian Groß

Die Produktion des mit Spannung erwarteten Biopics Michael sorgt bereits vor Kinostart für Gesprächsstoff – und das nicht nur wegen der prognostizierten starken Einspielergebnisse. Hinter den Kulissen scheint es deutlich turbulenter zugegangen zu sein, als bislang angenommen. Neue Berichte zeichnen ein Bild von kreativen Differenzen, ungewöhnlichen Arbeitsmethoden und einer Produktion, die mehrfach neu ausgerichtet werden musste.

Ungewöhnliche Arbeitsweise und Spannungen am Set

Wie Brancheninsider Jeff Sneider berichtet, soll Regisseur  während der Dreharbeiten im Jahr 2024 wiederholt Abstand vom eigentlichen Set genommen haben. Grund dafür seien unter anderem häufige Besuche von Angehörigen des verstorbenen Popstars Michael Jackson sowie deren Vertreter*innen gewesen, die aktiv Einfluss auf den Produktionsprozess nahmen. Diese Präsenz habe die Abläufe erschwert und für Spannungen gesorgt.

Infolgedessen habe Fuqua zeitweise aus einem Fahrzeug heraus Regie geführt – eine ungewöhnliche Praxis, die ihm laut Crewmitgliedern den Spitznamen „Vantoine“ einbrachte. Offizielle Stellungnahmen aus seinem Umfeld relativieren diese Darstellung und verweisen darauf, dass Fuqua bereits bei früheren Projekten alternative Arbeitsweisen genutzt habe, etwa bei The Guilty, das unter Pandemiebedingungen entstand.

Der Ruf von Antoine Fuqua in Hollywood gilt seit Jahren als solide, wenn auch nicht unumstritten. Spätestens mit Erfolgen wie Training DayOlympus Has Fallen und der The Equalizer-Reihe etablierte er sich als verlässlicher Regisseur für publikumswirksame Stoffe, der große Stars führen und Projekte im Studio-System effizient umsetzen kann. Gleichzeitig wird ihm hinter den Kulissen immer wieder eine pragmatische, teils distanzierte Arbeitsweise nachgesagt, die nicht bei allen Beteiligten auf Gegenliebe stößt. 

Regiewechsel und kostspielige Nachdrehs

Noch brisanter ist jedoch die Entwicklung im weiteren Produktionsverlauf: Den Berichten zufolge soll Fuqua bereits 2025 – also ein Jahr vor Veröffentlichung – nicht mehr aktiv in die finalen Arbeiten eingebunden gewesen sein. Während umfangreicher Nachdrehs, die sich über mehrere Wochen erstreckten und rund 50 Millionen Dollar verschlangen, habe stattdessen Produzent Graham King die Fertigstellung des Films überwacht.

Ein ähnlicher Ausnahmefall ereignete sich bereits bei Bohemian Rhapsody: Dort wurde Regisseur  (X-Men - Der Film) während der Dreharbeiten aufgrund von Abwesenheit und Konflikten am Set entlassen. Die Regie übernahm anschließend Dexter Fletcher, der den Film vollendete und mit Eddie the Eagle - Alles ist möglich sowie Rocketman ebenfalls Biopic-Erfolge vorzuweisen hat – offiziell blieb Singer jedoch aus vertraglichen Gründen im Credit.

Auch bei Michael scheint es kreative Anpassungen gegeben zu haben: So soll unter anderem ein kompletter Handlungsabschnitt entfernt worden sein, der sich mit den Kontroversen rund um Jacksons Leben beschäftigte. Trotz dieser Eingriffe und der erheblich gestiegenen Produktionskosten bleibt die Erwartung hoch, dass der Film an den Kinokassen erfolgreich sein wird. Prognosen gehen davon aus, dass Michael alleine zum Start in den USAbis zu 90 Millionen US-Dollar einspielen könnte.

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