Bildnachweis: © Warner | Szene aus "Wuthering Heights" (2026)

US-Box-Office: "Wuthering Heights" stürmt mit Kitsch an die Spitze der US-Kinocharts

von Thomas Repenning

Neuer Spitzenreiter in den USA ist eine große Romanze: Wuthering Heights hat am langen Presidents-Day-/Valentinstags-Wochenende die Führung übernommen und Sam Raimis Send Help vom Thron gestoßen. Die Literaturverfilmung mit Margot Robbie und Jacob Elordi startete stark und steuert auf ein US-Ergebnis von rund 40 Millionen Dollar über vier Tage zu. International kamen weitere 42 Millionen hinzu – macht einen globalen Einstand von 82 Millionen Dollar.

Ganz reibungslos verlief der Start allerdings nicht. Nach eher durchwachsenen Kritiken und einem B CinemaScore könnte der Film die 40-Millionen-Marke knapp verfehlen. Dennoch ist das romantische Drama klarer Wochenendsieger – und beweist, dass auch klassische Stoffe im Blockbuster-Umfeld funktionieren können.

Überraschungsangriff von "GOAT"

Für Spannung sorgt das Animationsabenteuer GOAT aus dem Hause Sony Pictures Animation. Der Film um einen ehrgeizigen Geissbock, der im brachialen Sport „Roarball“ groß rauskommen will, spielte am Wochenende 26 Millionen Dollar ein und dürfte über vier Tage bei rund 32 Millionen landen. Weltweit steht GOAT bereits bei 42 Millionen Dollar.

Mit einem A CinemaScore und starken Exit-Werten avanciert der familienfreundliche Titel zum Überraschungshit – und könnte Wuthering Heights in den kommenden Tagen noch gefährlich nahekommen.

"Crime 101" solide, aber teuer

Auf Platz drei folgt der Heist-Thriller Crime 101 mit Mark Ruffalo, Halle Berry und Chris Hemsworth. Der Film spielte in Nordamerika rund 18 Millionen Dollar ein, international kamen etwa 12 Millionen hinzu. Angesichts eines Budgets von rund 90 Millionen Dollar ist das ein ordentlicher, aber kein überragender Start.

Kritisch wird vor allem die Wirtschaftlichkeit diskutiert – wobei das finanzielle Kalkül von Amazon MGM Studios stärker auf die Kombination aus Kino- und Streamingauswertung setzt.

Holdovers: Raimi zufrieden, Disney knackt Milliardenmarke

Send Help rutschte zwar aus den Top drei, steht aber weltweit bereits bei 73 Millionen Dollar – bei einem Budget von 40 Millionen darf sich Sam Raimi also weiterhin über ein profitables Projekt freuen.

Erfreulich für das Disney-Imperium: Dank Send Help, Avatar: Fire and Ash und Zoomania 2 überschritt The Walt Disney Company als erstes Studio 2026 weltweit die Marke von einer Milliarde Dollar Ticketumsatz.

Etwas ruhiger wurde es für Kevin James’ Solo Mio, das inzwischen bei 18 Millionen Dollar steht, während Good Luck, Have Fun, Don’t Die mit vier Millionen Dollar weltweit nur verhalten anlief. Das Biopic Melania verabschiedete sich derweil aus den Top Ten.

Ausblick: Horror kehrt zurück

Lange währt die relative Ruhe nicht. Ende Februar startet mit Scream 7 der nächste große Genretitel weltweit in den Kinos. Der siebte Teil der Slasher-Reihe dürfte das Box Office spürbar ankurbeln und insbesondere das junge Publikum zurück in die Säle locken. Bis dahin heißt es: Romantik, Animation – oder ein erneuter Besuch im Kino für einen der aktuellen Überraschungstitel.

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