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Kritik
Der Fernseh- und Stand-Up-Komiker Omid Djalili ist durchaus schon eine feste Größe im Bereich des Films. Immerhin hat er schon 1999 in Die Mumie den leicht verwirrten Querkopf gespielt, der von einem Schlamassel in den nächsten gerät. Mittlerweile hat Djalili seine eigene Show im britischen Fernsehen (The Omid Djalili Show) und ist dort ein absoluter Publikumsliebling. Natürlich muss da eine Komödie, in welcher er die Hauptrolle spielt, nur so aus allen Poren vor genialen wie typischen britischen Humor triefen. Und ja, Alles Koscher! ist ein wahres Feuerwerk aus gelungenen bissigen, pechschwarzen wie trockenen Humor, der durch viele gut getimte Einsätze und einer Menge Slapstick ein Fest für Genre-Fans ist. Abseits davon, gibt es jedoch nicht viel zu entdecken. Zwar kann die Geschichte eines Trottels, der sich auf der Suche nach der eigenen Identität befindet an vielen Stellen überzeugen, im Ganzen bleibt diese aber nur die Bühne, für den vielen Humor.
Der so präsentierte unverkrampfte Umgang mit der eigentlich sehr heiklen Thematik, wird in den Hintergrund gespielt und verliert nach und nach an Bedeutung. Überhaupt ist die Handlung rund um Mahmud, einem normalen Mann der aus seinem normalen Leben geworfen wird, keinesfalls neu oder ansatzweise innovativ. Was bleibt ist der Charme der Hauptfiguren sowie die vielen kleinen Details und die gekonnt inszenierte Bildsprache, die die Geschichte voran treibt. Das Finale indes, welches auf sehr starken Klamauk setzt, dürfte schlussendlich für eine starke Enttäuschung sorgen. Denn während die zerstörte Welt von Mahmud wieder zusammengesetzt wird, beheben alle ihre Vorurteile und werfen selbiges sogar gleich über Bord. Das so vollkommen überzogene wie kitschige Ende, sorgt dafür, dass die Komödie viel von ihren eigentlichen Möglichkeiten selbst torpediert und in den Wind bläst.
Was durch ein konsequenteres Skript sowie einer starken Konzentration auf die eigentlichen Unterschiede wie ein starkes Stück Komödie gewirkt hätte, verkommt so im Laufe der Handlung mehr und mehr zu einer Anreihung von Witzen und Sketchen, die zwar die Lacher deutlich auf ihrer Seite haben, sonst aber eher wenig neues offenbaren. Dass hierbei die Charaktere aus Stereotypen und vielen Klischees bestehen, lässt sich dagegen noch einigermaßen verkraften. Wahrlich gelungen ist dagegen der Star des Films. Denn was Omid Djalili auf die Leinwand bringt, ist eine starke Performance, die sogar zwischenzeitlich an Filme wie Die nackte Kanone erinnert. Stets Bierernst, mit einer ungewöhnlichen Haltung sowie einem Hang zur Selbstzerstörung, ist so Mahmud Nasir ein sehr sympathischer Charakter, dem man für seine Suche nach der eigenen Identität gerne die Daumen drückt.