Es sind die kleinen melancholischen Momente zwischen naiver Romantik und harscher Realität, die Nông Nhật Quangs intimer Familien-Chronik ihre universelle emotionale Resonanz verleihen. Ein nächtlicher Spaziergang des vietnamesischen Regisseurs mit seiner älteren Schwester Mai, die einen sentimentalen Song auf ihrem Handy mitsingt und sagt, diese Melodie gibt ihr das Gefühl, alles werde gut. Oder eine chaotische Tour der erwachsenen Geschwister, die sich nach Jahren der Entfremdung in einer Krise wieder annähern, durch die hektischen Großstadt-Straßen.