Bildnachweis: © Black Bear | Szene aus "Tuner"

Sundance Film Festival 2026

von Lida Bach

Wenn der naive Hauptcharakter seiner zukünftigen Freundin die musikalischen Anleihen ihres entstehenden Musikstücks aufzählt, wirkt das wie ein unbewusstes Eingeständnis der generischen Gangart Daniel Rohers Spielfilm-Debüts. Von den flapsigen Dialogen über die kauzigen Charaktere bis zu den ironischen Intermezzi mit New Yorks pseudo-kultivierter Elite ist das gefällige Gaunerstück ein Konglomerat aus bewährten Tropen und Klischees.  Die meisten davon sind so angestaubt wie die Gender-Bilder, die sämtliche weiblichen Figuren in fürsorglichen oder dekorativen Rollen marginalisieren. Charmantes Schauspiel und trockener Humor überspielen nur bedingt die dramaturgischen Dissonanzen. 

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