Bildnachweis: © Sundance 2026 |

Sundance Film Festival 2026

von Lida Bach

In der Tradition des filmischen Essays präsentiert Mark Cousins sein filmhistorisches Kompendium als eine Kombination aus nominalem Nachschlagewerk und cinephiler Collage. Den weiß, männlich und wesentlich dominierten Kanon variieren Ansätze einer globalen Perspektive, die Beiträge aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten einbezieht. Politische Unterdrückung und strukturelle Diskriminierung erscheinen als motivierendes Momentum formaler Innovation und ästhetischer Variation, ohne dass ihr formativer Einfluss darauf, welche Perspektiven auf die Welt sichtbar werden, greifbar wird. Die Gewalt des Blicks, mediale Manipulation und propagandistische Problematik bleiben romantisierte Randnotizen eines polymorphen Prestige-Projekts. 

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