Ein Eisbär schwebt durch die Lüfte, getragen von einem per Helikopter gehobenen Netz. Solche seltsam unwirklichen Bilder verdeutlichen die massiven Eingriffe des Menschen in das fragile Gleichgewicht der Natur. Deren Resilienz und Verwundbarkeit zeigen Gabriela Oslo Vanden und Jack Weisman in atemberaubenden Aufnahmen, deren sozialkulturelle Symbolkraft weitreichende Fragen aufwerfen. Der Hintergrundkommentar des Inukitut-Gemeindeoberhaupts Mike Tunalaaq Gibbons erweitert den Fokus ihres gleichnamigen stummen Kurzfilms um eine unterrepräsentierte spirituelle und kulturgeschichtliche Perspektive. Sozialökologisches Essay und Naturstudie verschmelzen zu einer entwicklungskritischen Reflexion voll visueller Intensität, feinem Humor und emotionaler Empathie.