Traum-Szenarien und subjektive Einstellungen verleihen Jay Duplass bittersüßem Familiendrama einen magisch-realistischen Touch. Jener verwischt die Grenzen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Wunschdenken in einer Form, die den therapeutischen Ansatz vorwegnimmt. Wenn schmerzliche Erinnerungen hochkommen, einfach an was Schönes denken! Solche banalen Strategien bagatellisieren psychisches Leid und fördern statt Verarbeitung Verdrängung. Eine adrette Fassade scheint in dem formal und narrativ gleichsam konformistischen Familienalbum wichtiger als die Auseinandersetzung mit Konflikten. Das gilt für die dargestellte Familie genauso wie für die Inszenierung, deren verspielte Phantastik und sentimentales Score allzu anbiedernd ausfallen.