Bildnachweis: © Sundance 2026 | Black Bear

Sundance Film Festival 2026

von Lida Bach

Je krampfhafter Gregg Arakis Kopulations-Komödie sich als tabubrechend und subversiv präsentiert, desto offenbarer werden die moralistischen Muster der skurrilen Story. Kinos werden zelebriert, aber Lustlosigkeit abgewertet. Sexuelle Selbstsicherheit ist nur akzeptiert in den längst genormten Bahnen von Sex-Positivität. Belästigung wird als heimtückische Manipulation dauergeiler Frauen dargestellt. Obwohl alles angeblich so locker ist, genügen die braven Bilder jeder Jugendfreigabe. Verkehr ähnelt grotesker Gymnastik, Witzvorlage statt Wichsvorlage, in sicherer Distanz zur Realität. Farbintensives Design, stilisierte Ästhetik und ein unterhaltsamer Cast können den spießigen Subtext nicht ausgleichen. 

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