Bildnachweis: © Capelight Pictures

"Manche mögen's heiß": Ein Blick auf den "Limited Mediabook"-Release

von Sebastian Stumbek

Hinter Billy Wilders Meisterwerk Manche mögen's heiß stand ein gewagtes Konzept: Da das Make-up von Jack Lemmon und Tony Curtis in Farbe unnatürlich wirkte, erzwang Wilder gegen den Willen des Studio den Dreh in Schwarz-Weiß. Zudem gestalteten sich die Dreharbeiten als turbulent: Marilyn Monroes Unpünktlichkeit verzögerte die Produktion massiv und forderte unzählige Takes. Trotz solcher Stolpersteine sowie weiterer Zensurhürden der späten 1950er-Prüderie wurde die turbulente Travestie-Komödie ein Kassenschlager. Heute gilt der Film mit seiner genialen Mischung aus Slapstick, Romantik und dem legendären Schlusssatz als zeitloser Meilenstein der Filmgeschichte. Capelight Pictures spendierte dem Film nun das längst überfällige 4K-Update mitsamt Dolby Vision und HDR10 und veröffentlichte ihn in Form eines limitierten Mediabooks (Limitiertes Mediabook (4K Ultra HD + Blu-ray + Bonus-Blu-ray) auf dem deutschen Heimkinomarkt. Wir stellen den Release an dieser Stelle näher vor. 


Darum geht es in "Manche mögen's heiß"

Die zwei Chicagoer Musiker Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) werden zufällig Augenzeugen des Valentinstag-Massakers. Aus Furcht vor dem Mafioso 'Gamaschen-Colombo' (George Raft) ergreifen die beiden daraufhin die Flucht. Auf ihrer Reise in einen anderen Bundesstaat lernen sie die Damenkapelle um die hübsche Sängerin und Ukulelespielerin Sugar 'Kane' Kowalczyk (Marilyn Monroe) näher kennen und schließen sich kurzerhand der Band an – mit neuer Identität. Verkleidet als Frauen treten sie fortan als Josephine und Daphne auf. Doch der nächste Ärger lässt nicht lange auf sich warten ...

Kurzfazit zu "Manche mögen's heiß"

Billy Wilder schuf eine zeitlose Travestie-Komödie, die durch ihr explosives Tempo, messerscharfe Dialoge und die tolle Chemie des Trios Monroe, Curtis und Lemmon besticht. Der Film bricht humorvoll gesellschaftliche Tabus und setzt mit dem legendären Schlusswort Kinogeschichte. Ein Klassiker, der auch nach Jahrzehnten nichts von seinem Witz vergangen hat.

> unsere komplette Filmbesprechung findet ihr hier


Technische Daten und Ausstattung des Mediabooks

Capelight Pictures veröffentlichte Manche mögen's heiß am 30. April 2026 in Form eines limitierten Mediabooks (UHD+BD+Bonus BD) auf dem deutschen Heimkinomarkt. Der Film ist somit erstmals in Deutschland in 4K sowie mit Dolby Vision und HDR10 erhältlich. Das Bild (1,85:1) ist in der 4K-Fassung überraschend stark, was angesichts des hohen Alters des Films umso mehr beeindruckt. Auch der Ton (Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch PCM 2.0 Dual-Mono, Englisch PCM 2.0 Dual-Mono) hinterlässt einen guten Eindruck. Als Bonusmaterial gibt es: Film mit Audiokommentar bestehend aus Interviewmaterial mit Hauptdarsteller Tony Curtis, Aufnahmen von Hauptdarsteller Jack Lemmon von 1984 sowie Gastkommentaren von Paul Diamond (Sohn von Drehbuchautor I.A.L. Diamond) und den Drehbuchautoren Lowell Ganz & Babaloo Mandel, diverse Trailer, Making-of, Die Legende von Manche mögen’s heiß, Nostalgischer Rückblick, Die Sweet Sues erinnern sich, Virtuelle Galerie der Erinnerungen, 'What makes it funny?' – Tony Curtis über Billy Wilders Manche mögen’s heiß. Ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Kathrin Horster liegt dem Mediabook ebenfalls bei.

Fazit

Technisch beeindruckend aufgewertet und mit reichlich Bonusmaterial versehen: Billy Wilders Klassiker bekommt den Release spendiert, den er schon lange verdient hat. 

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