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60th Karlovy Vary International Film Festival

von Lida Bach

Interessanter als das vielfältige Archivmaterial Ester Geislerovás persönlichen Porträts ihres Vaters Petr Geislers sind dessen psychologische und (auto)biographische Implikationen. Das kurz zuvor in einer selbst initiierten Ausstellung präsentierte Schaffen des Vaters zu zelebrieren dient der Regisseurin augenscheinlich der eigenen Aufarbeitung dessen ambivalenter Person. Mit deren problematischen Facetten und Konflikten werden jede charakterliche Komplexität, Individualität und zwischenmenschliche Dynamik verdrängt. Was bleibt ist eine Heimvideo-Hagiographie voller scheinheiliger Superlative, die weder als intimes Familienbild, noch als historische Hommage überzeugt. 

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