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Inhalt

Ein schöner Morgen an der amerikanischen Ostküste. Aber... keine Sonne. Seltsame Energien haben den Mond 12° aus seiner Bahn gedrängt. 10 Tage bis zur Zerstörung der Erde.Supermann Flash Gordon - die letzte Rettung? - fliegt mit seinem Raumschiff dem Planeten Mongo entgegen, der beherrscht wird von Kaiser Ming dem Schrecklichen.Flash Gordon und seine Begleiterin geraten in einen Strudel phantastischer Ereignisse...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der böse Imperator Ming bedroht die Erde mit einer bunt-blinkenden Knopfleiste voller Naturkatastrophen (einige davon spotten jeder Beschreibung: Hot Hail). Dr. Zarkov hat es immer gewusst, ist ja auch naheliegend, nur springt sein feiger Assi in letzter Sekunde vom geplanten Himmelfahrtskommando ab. Dumm gelaufen, aber just in time knallen Flash Gordon, Gewinner des He-Man Look-Alike-Contest mit dem eigenen Namen auf dem T-Shirt und sein Absturz-Flirt Dale durch die Decke. Der blonde Blitzmerker will nur kurz telefonieren, wird ganz arg hinterlistig in das hochmoderne Mega-Spaceshuttle gelockt, welches nur abheben kann, wenn jemand parallel zum Startvorgang ein rotes Pedal bedient.

Das geht ja noch, bei der ersten Mondlandung musste sich dreimal im Kreis gedreht werden, während zwei Handlanger einen Kopfstand ausführen, das Alphabet rückwärts aufsagen und ein Schimpanse eine Wassermelone isst, nur damit es Licht gibt. Höchstwahrscheinlich... Ist ja auch egal, nun befinden sich Geistes-Flash-Gordon, der wohl immer noch das Kleingeld für das anstehende Telefonat zählt, Zucker-Dale und Dr. Rad-Ab in ihrer federball-ähnlichen Rakete auf einer intergalaktischen Rettungsaktion, denn wer sonst könnte die Erde vor dem Push-the-Button-Psycho Ming retten? Richtig, die Welt ist in guten Händen.

Das dynamische Trio landet auf einem fremden Planeten mit dem hübschen Namen Mongo (Trisomie 21 vergab keine Landeerlaubnis), wo der schreckliche Ober-Mongo Ming alles unterjocht, was blöde Kostüme trägt (an erster Stelle sollten da die Eidechsenmenschen erwähnt werden, erschreckend reale Chimären aus Mensch, Tier und Dritte-Wahl-Flohmarkt). In dieser quitschbunten Welt, irgendwo zwischen Karneval in Rio, Travestieshow und Kindergeburtstag auf LSD rinnt kein Wasser aus den Augen, was die Erdlinge Tränen nennen, denn das ist ein Zeichen ihrer Schwäche, obwohl es reichlich Gründe dafür gibt. Menschliche Schwäche in Form von Freudenwasser dürfte beim Zuschauer schon lange ersichtlich sein, spätestens dann, wenn Flash in einem total absurden Football-Fight die rot-goldenen Armee von Ming a.k.a Dr. Fu-Man-Chu from outer space so richtig abräumt.

Flash krempelt den Planet mit dem politisch unkorrekten Namen komplett auf links, da mögen sich plötzlich auch Falken- und Waldmänner (letztere angeführt von Timothy Dalton als Robin Hood aus einer anderen Welt) und die Mongo-Hure vom Dienst Aura verfällt dem knackigen Strahlemann so sehr, dafür muss sie richtig leiden ("Nein, nicht die Bohrwürmer!"). Da bleibt selbst dem Held kurz die Spucke weg: "Ich glaub', das ist hier 'ne intergalaktische Klapsmühle." Nah dran auf jeden Fall...Das macht doch Spaß. Unglaublich bescheuerte, knallige Trashparade, die sich bewusst diesen Schuh anzieht und so gleichzeitig als Hommage an die Comic-Vorlage wie als Parodie durchgeht. Selbstredend war jedem Beteiligten klar, wie das Endprodukt wirken muss, das hemmt aber kein Stück. Gut so.

Denn unter dem ganzen Blödsinn steckt viel Liebe zum Detail wie zum Quatsch, teilweise sogar Satire und, das lässt sich kaum leugnen, auch die Hoffnung, auf den Erfolgszug von Krieg der Sterne aufzuspringen. Ernst nimmt sich das Spektakel keine Sekunde, fährt irrsinnige Dialoge und Effekte auf, die trotzdem selten billig wirken, eher charmant und witzig. Natürlich ist das poppiger Unsinn hoch 22, unterhält unter der Prämisse aber sehr ansprechend. Allein Charaktermime Max von Sydow bei dem Stilbruch von Bergman zu so einer verballerten Faschingsparty zusehen zu dürfen, lohnt schon fast die Sichtung. Immer wieder bewusster und teilweise sogar hintersinniger Humor (Hitler: "Mhm, das war ein vielversprechender Mann."), der leicht den Zeitgeist des Entstehungsjahres der Vorlage aufgreift, spricht für den Film. Immer noch reine Geschmackssache, aber schlechter Geschmack ist besser als gar keiner.

Fazit

Unglaublich bescheuerte, knallige Trashparade, die sich bewusst diesen Schuh anzieht und so gleichzeitig als Hommage an die Comic-Vorlage wie als Parodie durchgeht. Selbstredend war jedem Beteiligten klar, wie das Endprodukt wirken muss, das hemmt aber kein Stück. Gut so,  denn unter dem ganzen Blödsinn steckt viel Liebe zum Detail wie zum Quatsch, teilweise sogar Satire und, das lässt sich kaum leugnen, auch die Hoffnung, auf den Erfolgszug von "Star Wars" aufzuspringen. 

Kritik: Jacko Kunze

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