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Vitellone

Kritik von Vitellone

Gesehen: September, 2017

Keanu Reeves Werdegang zum Actionhelden. John Wick, ein Name, den man als Zuschauer ebenso wie die Figuren im Film, so schnell nicht mehr vergisst. Ein Protagonist, der in seiner Attitüde wie maßgeschneidert zu diesem Film passt. Geradlinig, stilvoll, ikonisch und dennoch emotional greifbar. John Wick besticht jedoch nicht nur durch seine stilistisch konsequent durchgetakteten Actionsequenzen, die mit angemessener Härte und einer sauberen Choreographie punkten, sondern vor allem durch die Welt, die er in seinen gut 90 Minuten etabliert. Eine Welt voller Auftragskiller und Gangsterbosse, in der es keine normalen Bürger zu geben scheint und die ihr eigenes Wertesystem aus Regeln und Traditionen entwickelt hat. Durch und durch angefüllt mit Genreklischees, die jedoch deshalb so herrlich funktionieren, weil die Figuren sich wunderbar ernst nehmen, während es der Film selbst nicht tut. Diese Balance ist ausschlaggebend, John Wick weiß genau welche Art von Film er ist und macht keinen Hehl daraus, dass seine Rachegeschichte 08/15 Ware von der Stange ist. Die oftmals verspottete Prämisse ist deshalb ohnehin nur Mittel zum Zweck und funktioniert emotional durchweg ausgezeichnet. Angenehm altmodische Action, geradlinig durchgezogen und überzeugend umgesetzt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger – und damit an der Speerspitze des amerikanischen Actionkinos.

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