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Vitellone

Kritik von Vitellone

Gesehen: August, 2016

Moviebreaks Filmnacht Nr. 22 – Thema: „Berlin“

Rainer Werner Fassbinders „Die dritte Generation“ ist – wie viele seiner Filme – sehr komplex und mit nur einer Sichtung vielleicht auch nicht zu Gänze erschließbar. Die Geschichte rund um eine terroristische und politische Untergrundorganisation in Berlin ist rigoros überdreht, sprunghaft eingefangen und durch die dauerhafte Untermalung von Neben- und Störgeräusch mitunter auch schwer zu verstehen. Primär versteht sich der Film als schwarze Komödie, die auf sehr zynische Art als Sprachrohr für Fassbinders Ansichten dient. Intentionell ähnelt das sogar Godard, den der deutsche Regisseur auch zu Beginn des Films zitiert (wenn auch auf sehr eigensinnige Weise) und vor allem wenn er Figuren seine Meinung zur Kunst (beispielsweise „Solaris“) oder Kultur wiedergeben lässt, fühlt man sich stark an den speziellen Franzosen erinnert. Darüber hinaus steckt jede Menge Gesellschaftskritik in Fassbinders Film und gefühlt jede Bevölkerungsschicht bekommt eine volle Breitseite verpasst. Das mag einerseits recht undifferenziert erscheinen, ist andererseits jedoch auch sehr erschreckend. Am besten beschreibt Fassbinder seinen Film aber schon selbst zu Beginn: „Komödie in sechs Teilen um Gesellschaftsspiele voll Spannung, Erregung und Logik, Grausamkeit und Wahnsinn, ähnlich den Märchen, die man Kindern erzählt, ihr Leben zum Tode ertragen zu helfen“. Kann man so stehen lassen.

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