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Souli

Kritik von Souli

Gesehen: Januar, 2019

Ronald Reagan ist nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten, die 1980er Jahre gehört damit auch der Vergangenheit an und ROCKY wollte man nicht länger als tumben Action-Reißer aufziehen, sondern sich zurück zu den Wurzeln der Saga begeben. Also hat man nicht nur Regisseur John G. Avildsen wieder ins Boot geholt, sondern nimmt auch Rocky Balboa sein gesamtes Vermögen (natürlich nicht durch Selbstverschulden), damit sich dieser gezwungen wird, einen Neustart in seinem alten Viertel anzugehen. Für das professionelle Boxen reicht es für ihn aber nicht mehr, die ganzen harten Kämpfe haben sein Inneres zerfressen und irreparable Hirnschäden hinterlassen. Da unser italienische Hengzt den Sport aber natürlich nicht gänzlich aufgeben kann, bezieht er einfach den Trainerposten und bringt einen bulligen Straßenköter in Topform, der ihn – was sonst – an ihn selbst erinnert (aber noch hässlicher ist). Der Kummer über den Tod von Rockys Lover Apollo Creed ist also weitestgehnd verflogen und ROCKY V versteht sich als waschechtes Gossen-Drama, in dem sich die lebende Box-Legende nicht nur auf ihre Herkunft besinnen muss, sondern auch in ein Tal tiefer familiärer Konflikte stürzt. Dabei entsteht ein von Avildsen durchweg schmucklos inszenierter Film, der fast durchweg wie ein dröges Melodram auf TV-Niveau erscheint, während sich die Schauspiel, und damit ist meistens auch Stallone gemeint, ungelenk durch die emotionalen Minenfelder hacken, die ihnen vom hölzernen Drehbuch aufgebürdet werden. Am Ende, nachdem die Probleme mal wieder mit einer satten Links-Recht-Kombination geklärt wurden, darf es dann noch einmal kurz nostalgisch werden. Im Zuge einer netten Fotogalerie rekapituliert ROCKY V die letzten 14 Jahre. Rettet aber auch nichts mehr.

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