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NevaMasquarade

Kritik von NevaMasquarade

„Alles erlaubt“ ist die neuestes Komödie von den „Verrückt nach Mary“ Regisseur-Brüdern Bobby und Peter Farrelly. Unter anderem kennt man sicher auch Filme wie „Schwer verliebt“ und „Ich, beide & Sie“. Wenn man all diese Filme kennt ist „Alles erlaubt“ wohl der schlechteste unter ihnen. Ich bin in diesen Film mit wenig Erwartungen reingegangen. Owen Wilson sagt mir eigentlich in den seltensten Filmen zu, insbesondere da er sich eigentlich immer recht ähnliche Produktionen aussucht. Dennoch muss ich sagen, dass er hier in diesem Film noch den angenehmsten Charakter und diesen auch gut gespielt hatte. Zwei Frauen Maggie (Jenna Fischer), und Grace (Christina Applegate), geben ihren Männern also eine Woche lang Urlaub von der Ehe. Maggie macht es vor und Grace macht es - mehr unter Drängen ihres eigenen Mannes - nach. Die Männer haben also 7 Tage Zeit, die sie nutzen können wie sie möchten. Während ihre Ehefrauen für eine Woche verreisen. Und wie sollte es anders sein, lernen sie dort auch zwei nette Männer kennen. Warum sollte dieser Freibrief nur für die Männer gelten? Allein der „Auslöser“ zu dem genannten Freibrief hat das gesamte Kino zum Lachen gebracht. Aber auch so gab es noch ein paar witzige Momente, die jedoch alle in der ersten halben Stunde verbraten worden sind. Denn danach ging es nur noch rapide abwärts. Ich muss hier versuchen zu differenzieren. Sehe ich den Film lediglich als Komödie oder sollte man sich auch mit dem angesprochenem Thema kritisch auseinandersetzen? Letztendlich gilt der Film als Komödie und diese hat mich auch als solche in der ersten halben Stunde angesprochen gehabt. Es gab witzige Dialoge und man hielt sich auch mit nicht jugendfreien Wörtern zurück. Insbesondere Owen Wilson und Jason Sudeikis als Rick und Fred harmonieren gut miteinander. Man sieht, dass sie Spaß am Spiel hatten und nicht nur vor der Kamera gut miteinander auskamen. Zwei Männer, die eine Woche tun und lassen können was sie wollen, während die weniger „gesegneten“ Freunde sie dabei begleiten. Dementsprechend trifft man diese Truppe von Männern auf einem Golfplatz, wo sie dann ein paar Haschkekse zu sich nehmen. Ab da erreichte der Film dann „Scary Movie“ - Niveau. Etwas, was mich persönlich nicht mehr anspricht. Dazu kamen dann noch relativ geschmacklose Witze, häufig auf Kosten der Frauen, wie zum Beispiel der sogenannte „Zungenfake“. Als Fred es endlich schafft eine Mieze mit aufs Hotelzimmer zu schleppen, diese dann aber Darmprobleme hat, erreichte für mich der Film seinen Tiefpunkt. Bis auf eine Person stand ich mit meiner Meinung im Kino wohl nicht alleine da. Nur der Showdown am Ende und der Abspann konnten das Ruder noch etwas rumreißen. Demnach ist diese Komödie für mich nicht mehr als Durchschnitt. Besonders, wenn man sie mit Filmen wie „Verrückt nach Mary“ vergleicht, der in meinen Augen doch sehr liebevoll gemacht worden ist. Nun ist jedoch das Problem, dass ich mir den Text zu der Pressevorstellung sehr sorgfältig durchgelesen habe. Und da ging hervor, dass man sich durchaus auch kritisch mit diesem Thema befassen wollte. Was würde man tun, wenn man so einen Freibrief von seiner Frau bekommen würde? Wie würde man damit umgehen? Nun, um ehrlich zu sein, wer würde seinem Ehepartner solch einen Freibrief ausstellen? Und die noch viel wichtigere Frage die sich mir stellt, wer würde solch einen Freibrief annehmen? Denn im ganzen Film wird klar gemacht, dass sich die beiden Paare durchaus lieben. Würde man so etwas dann überhaupt in Erwägung ziehen? Aber gut, es ist und bleibt ein Film. Viel kritischer finde ich es zu betrachten wie der Film endet. Zugute halten muss ich dem Film, dass es die Kerle nicht einfach haben. Es wird sehr deutlich gemacht, dass selbst wenn sie in diesem Moment Singles wäre, sie dennoch sehr viele Körbe erhalten würden. Sie sind halt nicht mehr die jungen College-Typen. Sie haben Falten, das Haar ist nicht mehr so dicht und der Körper hatte sicherlich schon mal mehr Muskeln gesehen. Zusätzlich hat mir die Aufmachung gefallen. Jeder Tag der verbleibenden Woche wurde einzeln mit unheilvoller Musik angekündigt, die sehr an die Serie „Lost“ erinnerte. Insgesamt war die Musik mit dem Film sehr gut abgestimmt. Fazit: Der Ausgang des Films war für mich irgendwie ein kleiner Schlag in die Magengrube. Denn wie sowohl die Frauen, als auch die Männer mit diesem Freibrief umgehen, kommt vielleicht anders als erwartet. Für mich jedoch war das noch Realitätsferner, als es schon der Freibrief an sich. Wenn man „Scary Movie“ mochte und gerne einfach das Gehirn abschaltet, kann sich mit diesem Film sicherlich anfreunden. Wer jedoch Filme auch gerne hinterfragt, wird hier eventuell ein paar Wendungen finden, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

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