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DingDong

Kritik von DingDong

Gesehen: Januar, 2020

Definitiv nicht das, was ich erwartet hatte! Aber erstmal kurz zur Handlung: Der Film beginnt mit einem Pärchen, welches flüchtend durch einen Wald rennt. Auf einer Lichtung angekommen segnen beide das zeitliche. Szenenwechsel auf zwei Paare, welche einen Trip durch Irland machen. Sie lernen Einheimische kennen und diese bieten ihnen an, in einer Hütte zu übernachten. Des Nachts merken sie jedoch, dass irgendetwas nicht stimmt…

Um es gleich vorweg zu nehmen, wer auf ein Wiedersehen mit dem gesprächigen Kobold aus den „alten“ Leprechaun-Filmen gehofft hat, wird enttäuscht werden. Denn dieser Film hat entgegen meiner Erwartungen bis auf den Titel wenig bis nichts mit der „Kult-Filmreihe“ gemeinsam. Wer den Film selbst entdecken möchte und so wenig wie möglich über die hier präsentierte und titelgebende Figur erfahren möchte, der sollte den kommenden Absatz überspringen und direkt zum nächsten wechseln.

Wäre durch den Titel nicht klar mit welcher Art von Kreatur man es hier zu tun bekommen wird, so könnte man über weite Strecken hinweg denken, dass man es hier mit einem Tiger oder einem tollwütigen Kaninchen zu tun zu hat. Denn es dauert über 50 Minuten bis man den titelgebenden Leprechaun mal tatsächlich zu Gesicht bekommt. Bis dahin sieht man nur mal eine Kralle, Verletzungen durch selbige oder eben dessen Egoperspektive. Letztere erinnert sehr stark an die „first-person-view“ aus Predator, Aliens vs Predator oder deren Videospielablegern. Des Weiteren hört man ihn fauchen, knurren und brüllen. Dadurch wird bereits nach kurzer Zeit klar, dass man es hier wohl nicht mit dem „bekannten“ Kobold, einst von Warwick Davis verkörpert, zu tun hat. Stattdessen handelt es sich bei Leprechaun Origins eher um einen Creature-feature-Film. Der Charme der Vorgänger, welcher vor allem auf dem von Warwick Davis verkörperten Leprechaun gründet, kommt diesem Film leider gänzlich abhanden. Statt einem „gut“ gekleideten, frechen und mit Persönlichkeit ausgestattetem Kobold, bekommen wir es hier mit einer weit animalischeren Version zu tun. Optisch erinnert sie irgendwo an die Kreaturen aus Neil Marshals The Descent.

Optisch sieht der Film stark nach B-Movie aus und geht für mich schon fast in Richtung C Movie. Positiv überrascht hat mich, dass die Figuren gar nicht mal so doof wie in anderen Teenie-Horrorfilmen agieren. Ihr Verhalten ist durchaus plausibel und auch sonst sind sie weder sonderlich nervig noch unsympathisch. Gleiches gilt auch für die Einheimischen. Leider wirkt der Film ansonsten recht uninspiriert und überraschungsarm. Zu alledem kommt noch, dass ein Großteil des Films in der Dunkelheit stattfindet und es nur wenige Lichtquellen gibt. Hierdurch sind die Angriffe des Kobolds, sofern sie denn nicht im off geschehen, eher schlecht als recht erkennbar. Der Film hat zwar die ein oder andere etwas graphischere Gewaltszene, sonderlich brutal ist das Ganze aber nicht.  Obwohl der Film eine Laufzeit von knapp über 90 Minuten hat, setzt bereits nach etwas unter 80 Minuten der Abspann ein und der Rest der Laufzeit wird durch die Credits gefüllt.

Wer eine direkte Fortsetzung der Leprechaun-Reihe gehofft hat, wird hier enttäuscht. Als Creature-Feature-Film vermutlich irgendwo akzeptabel, hatte ich auf etwas gänzlich anderes gehofft und da der Film auch sonst nicht unbedingt fesseln kann, bleibt ihm meinerseits eine höhere Punktwertung versagt. 

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