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Afro ist auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Der konnte sich dessen Stirnband Nr. 1 unter den Nagel reißen, das seinem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Als Träger des Stirnbandes Nr. 2 will Afro ihn herausfordern und vernichten, wird jedoch durch einen Kopfgeldjäger aufgehalten. Zur Serie: Als kleiner Junge war Afro Augenzeuge, wie der skrupellose Killer Justice seinen Vater ermordete. Denn der war Träger des Stirnband Nr.1, das seinem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Nach dem Mord hinterließ Justice dem kleinen Afro sein eigenes Stirnband, das Stirnband Nr. 2. Das Schicksal der beiden Kopfbedeckungen ist miteinander verwoben, denn nur der Träger des Nr. 2 darf den des Nr. 1 zum Duell fordern. Nun, da Afro Samurai erwachsen und zu einem taffen, coolen und äußerst fähigen Kämpfer geworden ist, zieht er als Träger des Stirnbandes Nr.2 los, um den Mörder seines Vaters zur Strecke zu bringen. Auf seinem Weg wird er von zahlreichen Feinden abgelenkt, die ihm sein Band abluchsen wollen. Doch ein Afro Samurai lässt sich nicht aufhalten?

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Afro wird nach einem Kampf von der hinreißenden Okiku gesund gepflegt. In einer Art Dämmerzustand erinnert er sich an seine Jugend und Ausbildung. Als er dann wieder zu Kräften kommt, muss Afro feststellen, dass Okiku eine Spionin der Bruderschaft „The Empty Seven“ ist. Er beschließt, ihr das Handwerk zu legen?

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Afro sieht sich nach seiner Genesung mit seinem bisher schärfsten Gegner konfrontiert: einem Klon seiner selbst. Der verfügt über das gleiche Wissen und die gleichen Kampftechniken wie das Original. Doch der schwarze Held kann sein Double ausschalten und sich zum Lager der Empty Seven durchschlagen. Dort findet er Hilfe bei einem unbekannten Kämpfer.

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Ein unbekannter Samurai namens „Kuma“ mit einem riesigen Teddybärenkopf macht Afro das Leben schwer, während er eigentlich Justice den Garaus machen möchte. Zwischen beiden entbrennt ein heftiger Kampf, dann erkennt Afro seinen Gegner. Doch es ist zu spät?

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Endlich ist es soweit. Justice und Afro stehen sich zum finalen Duell gegenüber. Wird es dem schwarzen Samurai gelingen, den Mord an seinem Vater zu rächen? Oder wird er ihm bald in der Ewigkeit wiederbegegnen?

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Inhalt

Als Kind musste Afro mit ansehen, wie sein Vater, Rokutaro, von Justice getötet wird. Bei dem Kampf ging es um das Stirnband von Afros Vater, dem Stirnband Nummer Eins, welches dem Besitzer gottgleiche Kräfte geben soll. Der Besitzer dieses Stirnbandes kann jedoch nur vom Besitzer des Stirnbandes Nummer Zwei herausgefordert werden, während der Besitzer dieses Stirnbandes von jedem Gegner herausgefordert werden kann.
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Kritik

Die scheinbare Unvereinbarkeit der östlichen und der westlichen/amerikanischen Filmwelt hat schon viele Projekte scheitern lassen. Als Beispiele lassen sich unter anderem Oldboy oder Dragonball: Evolution anführen. Folglich bedarf es großer Kreativität und Hingabe um eine solche transpazifische Kooperation gelingen zu lassen. Und genau das liefert Takashi Okazaki.

„Afro-Samurai ist ein Mix von allem, was ich liebe.“ - Takashi Okazaki

Aber ein junger, ambitionierter Zeichner genügt nicht, um eine großartige Animeserie zu produzieren. Und hier kommen die USA ins Spiel: Samuel L. Jackson ist wie geschaffen für dieses Projekt. Auf der Seite von Okazaki war es die Leidenschaft für Western, während es bei Jackson die Faszination japanischer Samurai-Filme war, die das Konglomerat dieser ikonischen Filmgenres ermöglicht haben. Doch wie genau haben sie das angestellt? Die Welt von Afro Samurai wirkt auf den ersten Blick zwar wie das historische Japan, aber schnell macht ein dunkelhäutiger Samurai, der gegen Roboter und Cyborgs kämpft, diese Fehleinschätzung zunichte. Es werden verschiedenste Elemente von Anime, Samurai-Filmen, Western und amerikanischen Blockbustern vermischt, die von Figur zu Figur und von Szene zu Szene in unterschiedlichsten Relationen auftreten. Der Co-Produzent beschrieb beispielsweise die Figur des Afro Samurai als 95% Samurai und 5% Afro. Und das betrifft alle Elemente der Serie, ob es nun ein buddhistischer Mönch mit Kopfhörern ist oder eine Darth Vader-Parodie mit Teddybärkopf oder eines der vielen anderen raffinierten Details der Serie.

„Nichts Persönliches, nur Rache.“ - Afro

Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind Sex und Gewalt. Nicht umsonst ist auf dem Cover der Blu-Ray ein rotes FSK-Logo abgedruckt (wofür eine „Zeichentrick“-Serie hierzulande schon sehr schwere Geschütze auffahren muss). Hier lässt sich ein weiterer amerikanischer Einfluss feststellen: Der visuelle Stil erinnert an Sin City, da außer dem Blut und einiger weniger anderer Objekte alles in fahlen Farben gehalten ist, fast schwarz-weiß. Aber die Serie ist keine reine Aneinanderreihung von Anspielungen an andere Filme. Ganz im Gegenteil überzeugt auch die Handlung, die voller Gleichnisse steckt, im Kern aber eine solide Rache-Story beinhaltet. Allein das System, auf dem die gesamte Serie fußt, ist eine simple und doch geniale Institution: Der Träger des Stirnbandes mit der Nummer 1 genießt einen gottgleichen Status und darf von niemanden angegriffen werden, außer dem Träger des Stirnbandes mit der Nummer 2. Dieser darf jedoch von jedem herausgefordert werden, ist also praktisch vogelfrei. Dadurch entstand eine mörderische und brutale Gesellschaft, in der Krieg und Tod das Leben der Menschen beherrschen. In diese Welt passt der wortkarge Afro Samurai perfekt hinein. Ganz im Gegensatz zu seinem schrillen Begleiter Ninja Ninja, der im Hip-Hop-Slang alles kommentiert. Beide Charaktere werden von Samuel L. Jackson vertont, der hier eine großartige Arbeit abliefert. Die Feindschaft mit seinem Widersacher Justice begann, als Afro noch ein Kind war. Damals hat Justice (großartig: Ron Perlman), Träger des Nr. 2-Stirnbandes, Afros Vater, der Träger des Nr. 1-Stirnbandes war, umgebracht und ist seitdem selbst der Träger der Nr. 1. Deswegen hat Afro nur ein Ziel: Das Nr. 2-Stirnband zu bekommen, um Rache für seinen Vater nehmen zu können.

Neben den eigentlichen Figuren ist aber der meisterhafte Soundtrack von Wu-Tang-Clan-Mitglied RZA der Hauptprotagonist der Serie. Mit einer Mischung aus Rock, Soul und Hip-Hop, die sowohl die Handlung der Serie, als auch musikgeschichtliche Aspekte kombiniert, wird hier alles aus der akustischen Ebene des Films herausgeholt. Ohne Zweifel gehört der Soundtrack zu den besten Anime-Soundtracks aller Zeiten (und dieses Lob stammt von einem Hip-Hop-Verächter!).

Fazit

Afro Samurai ist ein Anime, der die genretypische japanische Skurrilität mit amerikanischer Popkultur vereint und so ein völlig neues Subgenre definiert.

Autor: Tobias Kiwitt

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