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Inhalt

Glenview ist wahrlich eine Vorstadt nach dem gutbürgerlichen Vorbild: Weder gibt es hier eine große kriminalitätsrate, noch etwas sonderlich Aufregendes. Für Evan (Ben Stiller), Filialleiter bei der Großhandelskette Costco, ist es indes gerade deshalb das Paradise auf Erden. Höchst sozial engagiert, versucht er daher  alles menschenmögliche, um Glenview zu einem noch schöneren Ort zu machen. Als jedoch eines Nachts einer von Evans Angestellten bei lebendigem Leib gehäutet wird, ist seine heile Welt erschüttert. Fortan gibt es für Evan nur noch ein Ziel, mit dem er die Tat aufklären kann: Die Gründung einer freiwilligen Nachbarschaftswache. Der Zuspruch fällt allerdings nicht sonderlich groß aus und nach einigem warten, kehren schließlich nur drei Freiwillige zum ersten Treffen ein. Der leichtlebige Familienvater Bob (Vince Vaughn), der bei der Polizei abgelehnte (und dies mit gutem Grund) Franklin (Jonah Hill) sowie der frisch geschiedene Jamarcus (Richard Ayoade). Doch anstatt gemeinsam auf Verbrecherjagd zu gehen, haben Evans Mitstreiter eher andere Ziele im Sinn, die sich zumeist um Bier sowie Frauen drehen. Doch damit nicht genug, denn der eigentlich harmlose Fall führt das Quartett schnell in ein Abenteuer, welches nicht von dieser Welt scheint…

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Kritik

Die Idee klingt genial: Eine durchgeknallte (aber durchaus ehrlich gemeinte) Nachbarschaftswache geht auf eine unwissende sowie unschuldige Vorstadt los, säuft, pöbelt und dreht dabei richtig auf. Kein Wunder also, dass es das Drehbuch von Jared Stern im Jahre 2009 gar auf die berühmte Black List (Filme die das Potenzial haben absolute Blockbuster zu werden) geschafft hat. Ironisch, teils sarkastisch sowie vor allem politisch unkorrekt, sollte hierbei eine Nachbarschaftswache präsentiert werden, welche sich überschwänglichen Männlichkeitsritualen widmet, die ihre Frauen zu Hause lässt und  dann unverhofft auf eine interplanetare Verschwörung stößt. Als sich Twentieth Century Fox allerdings endgültig dem Stoff widmete, traute man dem Film nicht sonderlich viel über den Weg. So wurde kurzerhand das Autoren-Duo Seth Rogen und Evan Goldberg („Ananas Express“) engagiert, um die Handlung mit vielen Zoten sowie ordentlich tiefen Witzen aufzupeppen, sowie der Cast hochkarätig mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill besetzt. Eine Wahl, die zwar gemessen an der Gag-Dichte eine gute war, jedoch das Original-Skript etwas in den Hintergrund stellt. Hinzu kommt, dass „The Watch“ von Regisseur Akiva Schaffer („Hot Rod – Mit Vollgas durch die Hölle“) nun eher eine Blockbuster-Mentalität bekam, wodurch sich die Ausrichtung nun vollkommen änderte. Herausgekommen ist so schließlich ein humorvoller wie abgedrehter Sci-Fi-Trip mit einem guten Cast sowie einem ordentlichen Humor, der aber inhaltlich nicht viel Tiefe zu bieten hat. Eine kritische Herangehensweise an das Thema Nachbarschaftswache, hätte aber das solide Treiben deutlich interessanter gestaltet.

So lebt The Watch (ehemals Neighborhood Watch) nun vor allem von seinen gelungenen Darstellern, dem zotigen Humor sowie seiner Leichtigkeit. Die Story indes, dreht sich aber kaum noch um die Möglichkeit, dass eine Nachbarschaftswache ordentlich über die Stränge schlägt und so die eigentliche Gemeinde, welche sie beschützen möchte, drangsaliert. Einen politischen Unterton sowie leise Kritik gibt es daher nicht. Viel eher setzen die Drehbuchautoren Seth Rogen und Evan Goldberg auf das, was sie können: Humor unter der Gürtellinie, der zumeist sehr spritzig sowie überraschend daher kommt. Dies ist auch gemessen an der Story, immerhin wird hier eine Alien-Invasion aufgedeckt, auch durchaus interessant, wirkt aber dennoch an vielen Stellen etwas aufgesetzt sowie langatmig. Durch das Quartett, bestehend aus Ben Stiller (der einmal mehr trocken seinen Part spielt und gerade daher für einen gelungen Humor sorgt), Vince Vaughn, Jonah Hill sowie Richard Ayoade, gibt es aber dennoch genug Schauwerte, sodass spaßige Unterhaltung garantiert ist. Denn die vermeintlichen Dorf-Sheriffs geben so dermaßen Vollgas innerhalb ihrer Rollen, natürlich mit elegantem Overacting, sodass kein Auge trocken bleibt. Das Problem hierbei ist jedoch, dass sich der Zuschauer mit dem recht derben Humor erst anfreunden muss. Für Freunde durchaus intelligenterer Kost, ist daher The Watch nicht unbedingt empfehlenswert.

Fazit

"The Watch" ist im Kern ein vollkommen durchgeknallter Zoten-Spaß mit Sci-Fi-Elementen, der vor allem von seinen gut gelaunten Darstellern sowie der hohen Gag-Dichte lebt. Dennoch bleibt die Story weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und auch der Humor ist durchaus spezieller Natur. Wer jedoch Ben Stiller und Co. mal skurril als Nachbarschaftswache mit dem Hang zum desaströsen erleben will, ist hier an der richtigen Adresse.

Autor: Thomas Repenning

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