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Inhalt

Der eifrige Koch Tom (Jason Segel) und die Verhaltensforscherin Violet (Emily Blunt) scheinen das perfekte Paar zu sein: Auf einer Neujahrsparty kennengelernt, folgt nach großer Liebe ein Jahr später die romantische Verlobung bei Kerzenlicht und Ausblick auf die Golden Gate Bridge sowie die anschließende Vorfreude auf den wichtigsten Tag im Leben eines Paares. Als schließlich die Hochzeitsvorbereitungen im vollen Gange sind und sich auch die Verwandtschaft bereits riesig auf das Ereignis freut, bekommt Violet jedoch die Chance ihres Lebens mit einer zweijährigen Anstellung bei der Universität in Michigan. Hier soll sie unter dem renommierten Professor Winton Childs (Rhys Ifans) bedeutsame wissenschaftliche Experimente begleiten. Für Tom ist der Wechsel ins kalte Michigan aber eine große Herausforderung. Ohne richtigen Job sowie Perspektive, verkümmert so die Liebe schnell zu einem häuslichen Alptraum und auch die Hochzeit selbst wird, im wahrsten Sinne des Wortes, erst einmal auf Eis gelegt. Doch auch zwei Jahre später, gibt es erneut eine Verschiebung aufgrund Violets beruflichen Erfolgs. Ob die Trauung jemals stattfindet?

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Kritik

Judd Apatow ist mittlerweile im Bereich des Comedy ein kleines Phänomen geworden. Denn der eigentliche Regisseur brachte uns nicht nur so humorvolle Streifen wie Beim ersten Mal, Jungfrau (40), männlich, sucht… und Wie das Leben so spielt, sondern liefert uns auch mit seinem Studio Apatow Productions mittlerweile regelmäßig anderweitigen Nachschub, wodurch nicht nur kein Auge trocken bleibt, sondern ebenfalls regelmäßig die Lachmuskeln regelrecht strapaziert werden. Und wenn dann auch noch das Autoren-Duo Jason Segel (der Star aus How I Met Your Mother) und Nicholas Stoller (Der Ja-Sager) zusammenkommt, die bereits erfolgreich Die Muppets zurück auf die Leinwand holten, ist die Erwartungshaltung an ein neues Projekt dementsprechend hoch. Mit Fast verheiratet (OT indes viel passender The Five-Year Engagement) liefert so das Trio eine neue Komödie im Bereich des Rom-Com ab, die von Anfang an eine gute Startposition besitzt. Und ja, der Film über eine nicht erfolgte Hochzeit ist zuckersüß, höchst humorvoll, warmherzig sowie liebenswert, wodurch trotz einer Laufzeit von 124 Minuten eine durchgehend rasante Erzählung entsteht, die gekonnt gewohnte Klischees umfährt und einmal ordentlich auf die Pauke haut. Zwar liegt dies vornehmlich an der Chemie zwischen Jason Segel und Leinwandpartnerin Emily Blunt sowie den äußerst schrägen Nebenfiguren, doch gerade dies sorgt für eine Verlobungspanne sondergleichen, die fesselt und unterhält.

Man denkt, Liebe ist wie eine romantische Komödie mit Tom Hanks, dabei enden die meisten Beziehungen wie ‘Der Soldat James Ryan’ oder ‘Philadelphia’.

Die Ausgangslage von Fast verheiratet könnte hierbei im Bereich der romantischen Komödie indes verkehrter wohl kaum sein. Denn während in anderen Filmen die Verlobung sowie die Hochzeit zum Ende hin erfolgt, gibt es hier in den ersten fünf Minuten einen humorvollen wie fast verpatzten Antrag, der erst den Auftakt zur restlichen Geschichte bildet. Denn als Violet (hier werden gekonnt die Klischees einmal umgedreht) im beruflichen Erfolg aufgeht, wird aus Tom ein regelrechter Couchpotato , der schließlich seine Männlichkeit im Jagen sucht und zusammen mit seinen äußerst schrägen Nachbarn im kalten Michigan den Tag verbringt. Dies wirkt an der einen oder anderen Stelle zwar überzogen sowie albern, sorgt jedoch aber dafür, dass sich das Tempo stets die Waage hält und so kaum Längen in der Story entstehen. Überhaupt ist es gerade der Humor, und auch die perfekten Schnitte, die den Film ohne Mühen vorantreiben, wodurch Jason Segel schließlich nur noch durch seine flapsige liebenswürdige Art den Rest in Bezug auf die Präsenz machen muss. Und gerade dies gelingt dem Serien- wie Kinostar erneut mit Bravur. Segel ist der Fixpunkt der Geschichte und sorgt durch seine Art regelmäßig für krachende Szenen, die nur so aus einem Gag-Feuerwerk sondergleichen bestehen (Stichwort vorgetäuschter Orgasmus). Doch auch seine Partnerin Emily Blunt gibt sich große Mühe, wodurch der Gegenpart in fast perfekter Chemie ein hervorragendes Gesamtbild ergibt. Blunt selbst beweist indes, besonders durch eine grandiose Krümmelmonster versus Elmo Konversation, dass sie ebenfalls den Humor für sich gepachtet hat. Was folgt ist ein mitfühlen, mitfiebern und Daumen drücken, sodass die lang ersehnte Hochzeit doch noch stattfinden kann.

Schließlich lässt Fast verheiratet für das Genre kaum wünsche übrig, wodurch wohl ein Gang ins Kino merklich lohnt. Einzig die lange Laufzeit sowie die recht alberne Art könnte dem einen oder anderen ein Dorn im Auge sein. Dies gilt ebenfalls für die hervorragend schrägen Nebencharaktere, unter anderem Chris Pratt aus Parks And Recreation, Alison Brie aus Community oder Brian Posehn aus The Sarah Silverman Program, die stets für Tempo sorgen, an der einen oder anderen Stelle jedoch auch das Ruder übernehmen. Und auch Rhys Ifans (The Amazing Spider-Man) bleibt ungewöhnlich blass als charmanter Professor mit Kontrolltick, was angesichts seiner bisherigen Darsteller-Karriere ein wenig schade ist. Doch nichtsdestotrotz, ist es Regisseur Nicholas Stoller, zusammen mit Autor und Hauptdarsteller Jason Segel, gelungen, eine hervorragende Romantik-Komödie abzuliefern, die einmal nicht in Klischees untergeht, sondern auf Humor und frische Ideen setzt und so eine klare Empfehlung ist.

Fazit

"Fast verheiratet" ist humorvoll, liebenswert, romantisch, zuckersüß sowie unkonventionell und dies trotz des berüchtigten Genres des Rom-Com. Dies spricht klar für das Trio aus Judd Apatow, Jason Segel und Nicholas Stoller, die einmal alle Klischees auf den Kopf drehen und eine Geschichte voller Missverständnisse, Ängste sowie verpassten Chancen erzählen, die einen mitreist. Zwar driftet die lange Verlobung manchmal ins alberne ab und auch die Laufzeit strapaziert den Kinogang, doch wer endlich einmal gewitzte Unterhaltung sucht, ist hier genau richtig.

Autor: Thomas Repenning

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