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Auf einem Flug von L.A. nach Boston ereignet sich Seltsames: Bis auf zehn Personen, die sich im Tiefschlaf befanden, verschwinden sämtliche Insassen. Der verwirrte Rest muss obendrein feststellen, dass auf dem Erdboden keine Lichter oder Landschaften mehr auszumachen sind. Brian, ein privat mitfliegender Pilot, übernimmt Steuer und Führung der Gruppe und schafft eine Notlandung. Doch am menschenleeren Boden wartet neuer Schrecken: Fressgierige Wesen bedrohen die Gruppe.

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Kritik

"Stephen King" Verfilmungen haben es nicht leicht. Fans schauen immer kritisch auf die Filme und suchen förmlich nach Fehlern, fehlenden Handlungssträngen und Unterschieden. Jedoch wurden die Werke von King immer wieder mehr oder weniger erfolgreich verfilmt. In den 90gern war es Trend, die Geschichten in mehrteiligen Fernsehverfilmungen im TV zu zeigen. Ob „Es“, „Tommyknockers“, "Der Sturm des Jahrhunderts" oder auch den vierteiligen Epos „The Stand“… Immer wieder wurden King`s  bekannte Werke relativ preisgünstig produziert. 1995 entstand dann „Langoliers – Verschollen im Zeitloch“ als dreistündiger TV-Film. Doch was taugt „Langoliers“ wirklich?

Eins vorweg… vielleicht ist „Langoliers“ die Verfilmung eines Stephen King Romans, welche sich am genausten an die Vorlage hält. Es gibt so gut wie keine Abweichungen, Änderungen oder Einschübe um eine gewisse Dramatik zu vermitteln. Regisseur Tom Holland hält sich eins zu eins an das Buch. Dies ist allerdings Fluch und Segen zugleich. Klar werden die Fans des Buches hier vor Freude aufschreien, da die Geschichte eben nicht verändert worden ist. Jedoch ist „Langoliers“ auch eher eine ruhigere Geschichte. Es geht viel um Zeitreisen und die Gespräche sowie Ängste der Protagonisten geraten in den Vordergrund. Action oder Horrorelemente sind sehr rah gesät. Daher hat besonders die Verfilmung auch gewisse Längen, welche nicht von der Hand zu weisen sind. Im Buch hält sich dies glücklicherweise noch die Waage. Generell hätte man die ganze Geschichte straffen können und in einen 2 Stunden Film packen können. Besonders zum Ende hin wird es zäh.

Obwohl es um eine Art Zeitreise geht, sind erstaunlich wenige Logiklücken zu finden. Klar muss man sich mit dem Grundgedanken anfreunden, doch ist dies einmal geschehen, erleben wir eine neue Variante der Zeitreise (hier möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen). Der Zuschauer wird von der Geschichte mitgerissen und rätselt selbst mit, was wohl vor sich geht. Auch das Setting des alten verlassenen Flughafens, besser gesagt des Terminals, sieht gut aus und vermittelt pausenlos eine gewisse bedrohliche Atmosphäre, welche jedoch besser hätte genutzt werden können.

Viele der Schauspieler geben sich Mühe, täuschen aber nie über den Eindruck hinweg, dass es sich um einen Fernsehfilm handelt. Hier erleben wir keine großen Leistungen, jedoch nimmt man einigen ihre doch sehr simplen Rollen ab. Reine Routine. Andere allerdings spielen äußerst hölzern und die Charaktere bekommen überhaupt keine Tiefe geboten. Durch dieses plumpe und hölzerne Spiel wirken einige Dialoge eher dämlich und ziehen die Situation etwas ins lächerliche.

Größter Kritikpunkt, neben den Längen, sind die Effekte. Klar handelt es sich um einen Fernsehfilm und dass hier weniger Geld zur Verfügung stand ist auch jedem bewusst. Doch sind die Effekte teilweise abgrundtief schlecht und haben eher eine peinliche Wirkung. Besonders auffällig ist dies beim Angriff der titelgebenden „Langoliers“ und bei der Zerstörung des Flughafens. Da dies eigentlich der Höhepunkt des Filmes sein soll, aber durch die Effekte absolut lächerlich wirkt, wird der Zuschauer unbefriedigt zurück gelassen.

Doch kann man dem Film irgendwie nicht wirklich böse sein. Er täuscht zu keiner Zeit darüber hinweg, dass wenig Geld, Zeit und Mittel zur Verfügung standen und wirkt dadurch symphytisch. Auch sehen wir aufgrund der doch spannenden Story gerne über die schlechten Effekte und über das teilweise schlechte Schauspiel hinweg. Auch vergisst man irgendwie die Längen sowie die blassen Charaktere. Der Film wird eigentlich nur von der Geschichte getragen. Somit ist „Langoliers“ besser als zum Beispiel die Verfilmung „Tommyknockers“, aber auch viel viel schlechter als „Es“. Jedenfalls liegt dies nicht an der Vorlage, dennoch wäre von der Umsetzung hier mehr drin gewesen.

Fazit

Man möchte den Film gut finden, doch man kann nicht ganz über die negativen Seiten hinweg sehen. Dadurch ist der Film, gerade für eine Fernsehverfilmung, ganz ok. Nicht mehr, nicht weniger.

Autor: Christian Kühnemann

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