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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Auf einer kleinen Insel an der irischen Ostküste wird die Leiche eines Farmers entdeckt. Von ihm ist nur noch eine kaum als Mensch zu identifizierende Masse übrig geblieben, da sämtliche Knochen fehlen. Inselarzt Dr. Landers ruft die berühmten Pathologen Dr. Stanley und Dr. West aus England zu Hilfe. Die Spur führt zu den Laboren von Dr. Phillips, der auf der Insel nach einem Heilmittel für Krebs forscht…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Bei britischen Horror- und Gruselfilmen der 60er Jahre schien es nur zwei Lieferanten zu geben: An erste Stelle natürlich die legendären HAMMER-Studios, im ewigen Windschatten die ähnlich veranlagte B-Movie-Schmiede AMICUS. Erst recht wenn die Namen Terence Fisher (Blut für Dracula) und Peter Cushing (Der Hund von Baskerville) ins Spiel kommen. Neben Christopher Lee die größten Stars dieses fast schon eigenen, kleinen Filmuniversums. Aber es gab hier und da tatsächlich noch andere, die ihr Stück von diesem Kuchen abhaben wollten. Die Produktionsfirma PLANET FILM versuchte kurzzeitig dort mitzumischen, allerdings mit noch geringeren Mitteln als die eh schon um maximale Kosteneffizienz bemühte Konkurrenz. Für ihren 1966 gedrehten Insel des Schreckens konnte dennoch das besagte Star-Duo Fisher/Cushing engagiert werden, was auf den ersten Blick noch mehr den Eindruck einer HAMMER/AMICUS-Produktion vermittelt.

Knochenlos auf Peter’s Island: Fast wie eine in die Jahre gekommene Version von Die drei ??? muten anfangs die Mediziner Landers (Eddie Byrne, Meuterei auf der Bounty), West (Edward Judd, Die erste Fahrt zum Mond) und Stanley (Peter Cushing) an, die über den Fund einer komplett „entkernten“ Leiche rätseln. Dank des oftmals in seiner hohen Qualität kaum richtig wertgeschätzten Vollprofis Terence Fisher und seinem naturgegebenen Gespür für Stimmungsaufbau, fällt die erste Hälfte von Insel des Schreckens trotz eines Mikro-Budgets – für die Verhältnisse – nahezu ideal aus. Klassisches Schauermärchen mit Suspense-Charakter, das nicht sofort die Katze aus dem Sack lässt und dann am besten gefällt, wenn noch gemutmaßt werden darf. Mad-Scientist- und Creature-Flick steht zwar schon in großen Lettern imaginär über den Bildschirm geschrieben, aber trotzdem kann man ja noch mit den Erwartungshaltungen und dem Herauskitzeln gewisser Details spielen. Besonders, wenn man sein Handwerk so gut beherrscht wie Fisher, nicht umsonst einem der Erfolgsgaranten der goldenen Phase der HAMMER-Studios. Bezeichnenderweise ist der Zauber bei diesem Film natürlich etwas verflogen, wenn das Geheimnis etwa ab der Mitte gelüftet ist und die schaurigen Kreaturen sich in voller Pracht präsentieren…müssen.

Trotzdem kippt das Ganze danach nicht hoffnungslos um. Schließlich musste nahezu jeder Horror/Science-Fiction- oder generell irgendwas mit Effekten-Film dieser Zeit harte Kompromisse eingehen, wobei schon deutlich wird, das die Monster an sich – was ihr Erscheinungsbild betrifft – kaum für großes Unbehagen sorgen können. Gartenschlauch mit Schildkrötenpanzer im gemäßigten Schritttempo beschreibt es recht treffend. Nicht unbedingt eine Garantie für Angst und Schrecken, allerdings steht ja eher die Situation im Mittelpunkt. Was eben auch dank der routinierten Regie bis zum Ende so stehen bleibt. Was leicht ein albernes Trash-Spektakel sein könnte fällt bei Fisher nicht in sich zusammen, auch weil er das kluge Fingerspitzengefühl dafür besitzt, sich nicht immer bierernst zu nehmen, ohne dabei die schaurige Intention als Lachnummer zu verkaufen. Peter Cushing ist dafür selbstverständlich der perfekte und erprobte Spielpartner, der exakt versteht, wann mal britisches Understatement mit einem ganz dezenten Augenzwinkern von Nöten ist. Als liebevoll gemachtes Creature-Filmchen mit guter Atmosphäre und einer neckischen Schlusspointe (da sie einem ja schon ganz am Anfang unbemerkt angekündigt wird) durchaus als gelungen zu betrachten.

Fazit

Sicherlich nicht der beste Film von Terence Fisher, aber ihm ist es hauptsächlich zu verdanken, dass das kleine Studio PLANET FILM in einem der stärksten Jahrgänge der großen Konkurrenz von HAMMER einen relativ gleichwertigen Beitrag abliefern kann. Abzüge in der B-Note unvermeidlich, für seine Möglichkeiten wird sich aber ordentlich aus der Affäre gezogen. Könnte vorschnell als Trash abgestempelt werden, aber diejenigen sollten sich mal andere Arbeiten dieser Zeit – oder speziell von heute – ansehen und das in Relation setzen.

Kritik: Jacko Kunze

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