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Inhalt

Wieder und wieder durchlebt Lisa (Abigail Breslin, "Little Miss Sunshine") mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder (gespielt von Peter Outerbridge, Michelle Nolden und Peter DaCunha) ein und denselben Tag – nämlich jenen vor ihrem 16. Geburtstag. Aber nur Lisa scheint sich dessen bewusst zu sein. Alsbald muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon seit langer Zeit tot sind – und dass sie als Geister in ihrem vom Nebel umgebenen Haus verharren. Eines Tages weichen die Geschehnisse jedoch überraschend von der Routine ab; ihr Vater zeigt ein ungewöhnlich aggressives Verhalten. Überdies beginnt Lisa, Stimmen zu hören – jemand scheint mit ihr Kontakt aufnehmen zu wollen. Welche Rolle spielt dabei der bedrohlich wirkende Mann (Stephen McHattie), der Lisa offenbar von der Ergründung des Rätsels um ihre Familie abhalten will?
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Kritik

"Haunter" von dem kanadischen Regisseur Vincenzo Natali ist Zeitschleifen-Kino in der Tradition von "… und täglich grüßt das Murmeltier" (OT: "Groundhog Day"). Das Motiv der Zeitschleife wird hier allerdings nicht tragikomisch, sondern als Horror-/Crime-Story erzählt – wodurch es Parallelen zu "The Others" und "In meinem Himmel" (OT: "The Lovely Bones") gibt. Da ein Teenager im Mittelpunkt der Handlung steht, wird (zu Beginn) auch das jugendliche Gefühl der Langeweile – dass jeder Tag im elterlichen Zuhause gleich verläuft und niemals etwas Neues, Aufregendes passiert – trefflich vermittelt.

Wie schon in seinem Werk "Cube" erzeugt Natali eine Atmosphäre der Klaustrophobie: Das nebelverhangene Haus erweist sich als Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Zu den einprägsamsten Momenten von "Haunter" gehört Lisas Fahrt mit dem Rad durch den Nebel. Natali nutzt das klassische Instrumentarium des Haunted-House-Subgenres – gleichwohl variiert er dessen Bauprinzip durchaus originell. Während die obligatorischen Schockeffekte auf der Tonspur ihre Wirkung nicht verfehlen und bekannte Versatzstücke wie der dunkle Keller (der sich, natürlich, hinter einer Geheimtür befindet) oder das Ouija-Brett effektiv Verwendung finden, gewinnt der Gruselstreifen v.a. durch den sardonisch grinsenden "Pale Man" ein eigenes Profil. Die von Stephen McHattie furchterregend sinister interpretierte Figur ist ein "Sammler" – und weit mehr als der übliche Dämon, der sein Spiel mit den Hausbewohnern treibt.

Schön ist außerdem der Umgang mit Zeitgeschichtlichem: Durch das Videospiel "Pac-Man" oder die kollektiv im Wohnzimmer rezipierte Krimiserie "Mord ist ihr Hobby" sowie durch "Rubiks Zauberwürfel", einen Walkman oder Lisas Siouxsie-and-the-Banshees-T-Shirt wird das Geschehen in einer ganz bestimmten Dekade verortet. Wenn dann an späterer Stelle Zeitreisen stattfinden, kommt es zu witzigen kleinen Momenten in Bezug auf zeitgenössische Gegenstände.

Fazit

"Haunter" ist eine interessante Spukhausfilm-Variante, in der die Unmöglichkeit des Entkommens spannend verhandelt wird. Das Werk besticht durch Details – und hat einen reizvollen Antagonisten zu bieten!

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