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Die drei lebenslangen Freunde Willie, Joe und Al schießen das Rentnerdasein in den Wind und weichen erstmals im Leben vom Pfad der Tugend ab. Der Grund: Die von ihrer Firma bisher gezahlte Rente löst sich plötzlich in Luft auf. Als die drei die Rechnungen nicht mehr bezahlen und ihre Familien nicht mehr versorgen können, setzen sie alles auf eine Karte und planen einen halsbrecherischen Coup, um eben jene Bank abzuzocken, die sich ihr Altenteil unter den Nagel gerissen hat.
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Kritik

Einen stilvollen Auftritt hatte der Scrubs-Star Zach Braff bisher nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Dirigent hinter der Kamera. Mit seinem Debüt Garden State lieferte er einen quirligen und einfühlsamen Autorenfilm ab. Zehn Jahre später erschien mit Wish I Was Here sein zweiter Kinofilm, für dessen Drehbuch er sich wieder mit verantwortlich zeigte. Mit diesen beiden Werken scheint er sich genug Anerkennung als Regisseur erworben zu haben, um Angebote der großen Filmstudios auf den Tisch zu bekommen. So wurde Zach Braff für das Remake der Heist-Komödie Die Rentnergang aus dem Jahre 1979 verpflichtet und schuf eine 2017er Version mit dem deutschen Titel Abgang mit Stil. Für das Drehbuch der Neufassung setzte sich Theodore Melfi (Hidden Figures) an den Schreibtisch. Dass Zach Braff mit diesem Film einen Abgang als Regisseur macht, wollen wir nicht hoffen. Einen Bruch in seiner Reihe stilvoller Auftritte ist er jedoch allemal.

Als sich der Rentenfonds der drei Freunde Willie, Joe und Albert in Luft auflöst, weil ihre Firma nach Vietnam ausgelagert wird, sehen sie sich gezwungen, auf eigene Faust für einen geruhsamen und sorgenfreien Lebensabend zu sorgen. Die drei rüstigen Rentner werden von Morgan Freeman (Willie), Michael Caine (Joe) und Alan Arkin (Albert) verkörpert, die allesamt bereits einen Oscar in der Tasche haben – und zwar den als bester Nebendarsteller. Joe steht in finanzieller Hinsicht das Wasser bereits bis zum Hals. Innerhalb von 30 Tagen müssen er, seine Tochter und seine Enkelin das Haus räumen, wenn das Geld weiterhin ausbleibt. Da er gerade Zeuge eines Banküberfalls geworden ist, entsteht in ihm schnell die lebendige Vorstellung, es selbst einmal auf diese Weise zu probieren. Und da seine beiden Freunde in einer ähnlichen Bredouille stecken, schmieden sie zu dritt Pläne für den großen Coup.

So flüssig wie sich eine Inhaltsangabe des Films liest, gleitet auch die Handlung des Films dahin. Ein actionreicher Auftakt in Form eines Banküberfalls, der die fixe Idee im Kopf von Joe entstehen lässt. Anschließend der mühselige, aber notwendige Einblick in das Familienleben der drei Protagonisten. Die Sorgen um die Gesundheit, die Familie und das Dach über dem Kopf. Bis der Grad erreicht ist, an dem der Zuschauer endlich versteht, warum es gerechtfertigt ist, dass Willie, Joe und Albert eine Bank ausrauben – es ist ja auch dieselbe Bank, die für ihr Unheil verantwortlich ist. Dann noch eben eine Runde joggen gehen und den Fehltritt auf dem Weg der Moral mit einem Diebstahl im Supermarkt einüben. Nun können die drei Robin Hood spielen, mit der einzigen Ausnahme, dass sie das Geld nicht an andere Menschen verteilen. Wenn in einer Heist-Komödie schon ein moralischer Ton angeschlagen wird, dann bitte mit einem Schuss mehr Gefühl für die Realität!

Abgesehen von der Geschichte, die wie von der Stange geschrieben und inszeniert ist, hinterlassen die drei Hauptdarsteller einen gewohnt soliden Eindruck. Während Morgan Freeman und Michael Caine als sensible Familienväter auftreten, gibt sich Alan Arkin als raubeiniger, sexuell aktiver Knacker. Ihnen nicht wirklich ernsthaft auf den Fersen ist ein unscheinbarer Matt Dillon als FBI Agent Hamer. Das Lachen, das einen während des Films für eine Komödie zu selten überkommt, bahnt sich spätestens seinen Weg, wenn man im Unglauben gewahr wird, wer diesen Film inszeniert hat.

Fazit

Die Heist-Komödie „Abgang mit Stil“ ist zugleich Remake und erste Auftragsarbeit des Autorenfilmers Zach Braff. Trotz der Beteiligung der drei Schauspielgrößen Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin verliert sich der Film in Klischees, die er so selbstverständlich für sich verbucht, dass einem fast die Mitleidstränen kommen. Er ist unkreativ, ganz nett und will niemandem etwas Böses.

Autor: Jonas Göken

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