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Thriller aus dem Jahr 1977. Achterbahnunglücke in mehreren Vergnügungsparks erweisen sich als Serie von Sabotageakten. Ein Verrückter will von den Betreibern der Themenparks eine Millionen Dollar erpressen. Der technische Inspektor Harry Calder ermittelt.
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Kritik

Die 70er Jahre waren die Blütezeit der Katastrophenfilme. Viele der damaligen Produktionen zählen heutzutage als Klassiker, gar als Referenz innerhalb des Genres selbst. Und selbst mit den heutigen Effekten schafften es die wenigsten aktuellen Beiträge den Klassikern auch nur das Wasser zu reichen. Dieses hängt stark damit zusammen, dass man sich früher nicht nur auf die Effekte besann, sondern auf intelligentere Drehbücher und auf eine Vielzahl von Stars. Denkt man nur an das Gipfeltreffen der Filmgrößen in Flammendes Inferno mit Steve McQueen und Paul Newman oder auch an Die Höllenfahrt der Poseidon mit Gene Hackman, Ernest Borgnine und Shelley Winters. Großes imposantes Kino mit großen Namen, welche für damalige Zeit auch von den Schauwerten her überzeugen konnten. Gerne wird im gleichen Atemzug auch Achterbahn ins Genre der Katastrophenfilme gezählt. Naheliegend, denn geht es auch hier um eine schlimme Katastrophe und eine Vielzahl von Stars tummelt sich auf dem Bildschirm. Doch kann Achterbahn nicht mal annährend die Qualität der Genrereferenzen erreichen, denn bei genauerer Betrachtung darf man ihn eigentlich nicht einmal in dieses Genre zählen.

Achterbahn ist nämlich ein Krimi / Thriller durch und durch, und das ist auch gerade seine Stärke. Zwar bleibt der Kern eine dramatische Katastrophe, doch ist der Achterbahnunfall nur Mittel zum Zweck und steht nicht im eigentlichen Vordergrund. Es geht um die Jagd nach dem Saboteur und seine Hintergründe. Dies ist insofern wichtig, damit sich jeder Zuschauer im Vorfeld klar werden kann, um was es hier eigentlich geht. Wer ein Actionfeuerwerk mit zahlreichen Explosionen erwartet, wird enttäuscht. Wer sich allerdings auf ein Katz- und Mausspiel einlässt wird mehr als zufrieden sein.

Dabei geht Achterbahn einen relativ ungewöhnlichen Weg: Der Saboteur ist von der ersten Filmminute an bekannt. Der Zuschauer rätselt nicht wer er ist, sondern man beobachtet ihn bei der Planung und Durchführung seiner Anschläge ohne seine genauen Intensionen zu kennen. In seiner normalen Gelassenheit ist er hierbei durchweg eine Bedrohung. Hier muss man Timothy Bottoms Respekt zollen, denn seine kalte und undurchschaubare Art des Schauspiels lässt dem Zuschauer einen Schauer über den Rücken jagen. Und so können wir sowohl das Ermittlerteam, als auch den Saboteur bei ihren Unternehmungen beiwohnen. Alles allerdings eher bedacht als gewollt generiert. Besonders die Szenen in den Freizeitparks Amerika sind hervorragend aufgenommen. Und trotz des Trubels im Hintergrund wirkt Achterbahn nie gehetzt und verfolgt eine eher ruhigere Erzählart, welche aber ganz bestimmt nicht jedem gefallen wird.

Doch ist Achterbahn sicherlich nicht frei von Fehlern. Nimmt man die Nostalgiebrille einmal ab, stellt man fest, dass der Film nicht optimal gealtert ist. Hier und da wirkt er etwas altbacken und überholt. Spürbar ist dies bei den Spezialeffekten, insbesondere bei der Schlüsselszene der Achterbahnkatastrophe. Es sieht alles andere als Echt aus und schmälert dadurch die Dramatik. Dies ändert aber nichts daran, dass man zwei Stunden gefesselt vor dem Bildschirm sitzt. Die Bedrohung ist jederzeit spürbar. Das Katz- und Mausspiel funktioniert dabei auch heute noch und weiß zu überzeugen. Sicherlich keine Referenz, aber durchweg gute Unterhaltung.

Fazit

"Achterbahn" ist kein Meilenstein, aber dennoch solide und spannende Unterhaltung mit einem tollen und gut aufgelegtem Cast.

Autor: Christian Kühnemann

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