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Inhalt

Travis Conrad (Ethan Hawke) ist Auftragskiller, einer der besten innerhalb seiner Organisation. Nachdem seine Familie durch unglückliche Umstände verstorben ist, setzt er sich vorerst zur Ruhe und genießt die Pause mit seinem Stiefvater Frank (Rutger Hauer). Ein überaus lukratives Angebot lockt ihn jedoch zurück in den Dienst, er soll einen Zeugen ausschalten, der gegen ein südafrikanisches Unternehmen aussagen will. Jedoch macht ihm die Interpol-Agentin Lin (Qing Xu) einen Strich durch die Rechnung und tötet Travis. Dieser wird jedoch mit Hilfe modernster Technik wiederbelebt, jedoch nur für maximal 24 Stunden. Da er für seinen ehemaligen Auftragsgeber ein Sicherheitsrisiko darstellt, soll er bereits vor Ablauf der Frist aus dem Verkehr gezogen werden, was er jedoch zu verhindern weiß. Nun bleibt ihm ein Tag, ein paar letzte Dinge richtig zu stellen. 

Kritik

Über dreißig Jahre hinweg arbeitete Brian Smrz (Stirb Langsam - Ein guter Tag zum Sterben, Minority Report) als Stuntman und auch Stunt Coordinator an verschiedensten Hollywood-Bluckbustern mit, 2008 versuchte er sich zudem erstmals als Regisseur am Action-Thriller Hero Wanted - Helden brauchen kein Gesetz. Mit 24 Hours to Live erscheint nun seine zweite Regiearbeit, die in den USA zwar nur einen limited release erhielt und schon kurze Zeit später über Streaming-Portale abrufbar und als Disc erhältlich war, als kleiner Action-Thriller aber mit einem ordentlichen Budget finanziert wurde (zum Teil aus China) und dementsprechend, aus produktionstechnischer Sicht, einen doch recht hochwertigen Eindruck macht. 

Südafrika wurde in den letzten Jahren zum immer beliebteren Drehort für zahlreiche Genrefilme, wofür sicherlich die geringeren Produktionskosten mitverantwortlich sind. Gern gesehen ist die Wahl des Schauplatzes in jedem Fall, immerhin zeigt sich dieser weiterhin noch als recht unverbraucht. Auf die wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Aspekte, die man in der Region hätte thematisieren können, geht 24 Hours to Live jedoch nicht ein, sondern verfolgt stattdessen das einfache Ziel, einen Action-Thriller ohne Schnickschnack zu inszenieren.  Das ist natürlich völlig legitim, verwehrt dem Film jedoch die Möglichkeit, etwas mehr Tiefe zu erzeugen. 

Die Handlung um einen Ex-Auftragskiller, der seinen früheren Job wieder aufnimmt und sich schließlich gegen seinen Auftraggeber wendet, ist sicherlich nicht neu und macht auch 24 Hours to Live alles andere als originell. Sein Clou ist das Einbringen von minimalen Sci-Fi-Elementen, die es hier ermöglichen, den Hauptakteur nach seinem Tod für 24 Stunden wiederzubeleben. Ausgestattet mit einem digitalen Countdown unter seiner Haut kann er nun mitverfolgen, wann es für ihn endgültig vorbei sein wird. Näher eingegangen wird auf die irrsinnige Mechanik nicht, wir müssen sie einfach so hinnehmen. 

Letztendlich ist 24 Hours to Live eben "nur" ein simpel gestrickter Action-Thriller, der zumindest als solcher einige Qualitäten aufzuweisen hat. Die Actionszenen sind handwerklich sauber umgesetzt und überzeugen zudem durch ihren hohen Härtegrad. Von der Eleganz der ästhetisch schönen Choreographien eines John Wick ist man hier zwar noch ein gutes Stück entfernt, dennoch macht 24 Hours to Live seine Sache überraschend ordentlich. Von Verfolgungsjagden, Schlägereien bis hin zu knallharten Schießereien ist von allem ein bisschen dabei. Wenn der Film auch die Lücken zwischen solchen Abschnitten spannender zu füllen wüsste, wäre der Gesamteindruck sicherlich noch besser ausgefallen, es lässt sich damit aber durchaus leben.  

Mit Ethan Hawke (Predestination, Boyhood) in der Hauptrolle ist der Film an der richtigen Stelle zudem gut besetzt, den sterbenden Killer mit moralischem Sinneswandel weiß er gut zu verkörpern. Rutger Hauer (Blade Runner, Hobo with a Shotgun) ist nur für kurze Zeit im Film dabei, bekommt dabei aber wenigstens eine schöne kleine Szene spendiert, in der er schießwütig mitmischen darf. Und mit Xu Qing (Looper, Flash Point) gibt es zudem Unterstützung aus China, was angesichts der chinesischen Beteiligung am Budget nur logisch erscheint. Als Interpol-Agentin zeigt auch sie sich alles anderes als zimperlich und fügt sich so wunderbar an Ethan Hawkes Seite ein. 

Fazit

Weder kann man "24 Hours to Live" eine besondere Originalität noch eine vorhandene Tiefe anrechnen, doch als simpel gestrickter Action-Thriller macht er seine Sache gar nicht schlecht. Ethan Hawke in der Hauptrolle ist zudem eine Bereicherung für den Film, der Schauplatz wirkt nicht allzu verbraucht und die Actionszenen sind handwerklich sehr ordentlich und angenehm hart umgesetzt. Genrekost für Zwischendurch, die keinem wehtut und einem genau das liefert, was man erwartet. 

Autor: Sebastian Stumbek

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