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Berlinale: Zu viele Entdeckungen

Smooli

Von Smooli in Moviebreak auf der Berlinale: Ein kurzer Rückblick

Berlinale: Zu viele Entdeckungen Bildnachweis: © Berlinale | Berlinale-Bär im Sony-Center

Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein. So dreckig und grau. Und während Peter Fox kurz darauf erklärt, wie er seine Heimatstadt trotz allem nur mögen kann, war ich nach vier Tagen Berlin(ale) durchaus froh, wieder gen Hamburg zu fahren. Doch auch diese Rückfahrt trat ich nur mit einem lachenden Auge an, das andere verdrückte ein wehmütiges Tränchen. Vier Tage sind nämlich alles andere als genug, um die Internationalen Filmfestspiele in Berlin, die 2016 zum 66. Mal stattfinden, voll auszuschöpfen. Versucht habe ich es trotzdem, wobei ich einige nette Menschen und noch mehr interessante Ecken in Berlin kennenlernen durfte.

Die Berlinale ist ein Festival, das sich vor allem auf politische Filme und Filmemacher und Vertreter des Arthaus spezialisiert - oft erwähnt wird da der letztjährige Sieg des Films „Taxi Teheran“. Doch bringt es nichts, die Veranstaltung auf eben jene Merkmale zu reduzieren oder das Festival gar als versteift anzusehen. Bestes Beispiel dafür wäre wohl Anke Engelke, die 2016 nicht zum ersten Mal die Eröffnungszeremonie moderiert hat - und einen gewohnt guten Job ablieferte. Der Humor war teils flach, manchmal um Ecken gedacht, glänzte aber vor allem in den spontanen Situationen, wenn ein Schlagabtausch zwischen Engelke und Schauspieler/Jurymitglied Lars Eidinger etwas ungewollt aus dem Ruder lief. Außerdem hat Engelke Ethan Coen zum (wahrscheinlich aufgesetzten) Lächeln gebracht. Das muss man auch erst einmal schaffen.

Das Festival scheint eines dieser Dinge zu sein, die ein jeder Mensch kennt. Man möchte unbedingt wieder hin und schiebt dabei Vernunft und all die negativen Gedanken mit einem „ach wo“ beiseite. Totale Übervölkerung, bombastische Warteschlangen, grummelige Berliner, seltsame Regeln, kurzfristige Umstellungen von Regeln sodass man auch als Journalist nicht einfach so Zugang zu den Pressebereichen hat, und und und. Und dennoch war jede einzelne Minute, in der alles geklappt hat, wie es hätte klappen sollen, ein Genuss. Mit einer Akkreditierung bekam man kostenfreien und schnellen Zugang zu bestimmten derartig gekennzeichneten Filmvorstellungen, konnte sich auf dem Europäischen Filmmarkt herumtreiben und dort die ganze Filmwelt kennenlernen (von Südkorea über Tschechien bis nach Norwegen und Chile war echt jeder vertreten) und an den unzähligen Veranstaltungen teilnehmen, auf denen bekannte Filmemacher sich den Fragen von Moderator und Publikum stellten. Gibt es Schöneres für Unsereins?

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