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"Into The Badlands" - Staffel 2 - Kritik

siBBe

Von siBBe in "Into The Badlands" - Staffel 2 - Kritik

"Into The Badlands" - Staffel 2 - Kritik Bildnachweis: AMC

Story

Sunny und M.K. haben es zwar aus den Badlands geschafft, befinden sich nun jedoch getrennt an völlig unterschiedlichen Orten. Sunny wird als Sklavenarbeiter in einer Miene festgehalten. Sein einziges Ziel ist es, zurück in die Badlands zu gelangen, um seine Familie zu finden und zu retten. M.K. befindet sich derweil an einem mysteriösen Ort, an welchem ihm der Umgang mit seinen Kräften gelehrt wird. Die Badlands selbst befinden sich weiterhin im Krieg und versinken mehr und mehr im Chaos. 

Kritik

Lange hat sich AMC mit der Fortsetzung seiner Martial-Arts-Fantasyserie Into The Badlands Zeit gelassen, die erste Staffel gab es immerhin schon Ende 2015 zu sehen. Doch das Warten hat sich gelohnt, nicht nur umfasst die zweite Staffel zehn statt nur sechs Folgen wie zuvor, auch ist der Produktionsaufwand merklich gestiegen. Die Serie hat sich als experimentierfreudiges Werk gut etablieren können und zahlreiche Fans für sich gewonnen. 

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Die zweite Staffel setzt einige Monate nach den Ereignissen der ersten an und spielt an drei Handlungsorten, zwischen denen immer wieder gewechselt wird. Einer davon sind die bekannten Badlands, wo sich die Barone weiterhin bekriegen. Die Witwe (Emily Beecham) rückt dabei mehr in den Fokus und wird zu einer der wichtigsten Figuren der zweiten Staffel. Sie übernimmt den Part der Außenseiterin, den die anderen Barone mit allen Mitteln zu bekämpfen versuchen. Mit Quinn (Marton Csokas) verabschiedete sich der aus Staffel 1 noch wichtigste Charakter unter den Herrschern der Badlands, jedoch kehrt dieser hier wieder zurück, um das Geschehen mit der Witwe weiter aufzumischen. Während die erste Staffel ihre Konflikte eher am Rande behandelte, wirkt das Storytelling in der zweiten weitaus gelungener. Die Charaktere erhalten nun etwas mehr Tiefe, die Geschichte wird stimmiger erzählt und weiß stärker zu packen. Epische Ausmaße wie in Game of Thrones sollte man zwar weiterhin nicht erwarten, Into The Badlands wirkt gegenüber seinen Serienanfängen nun jedoch reifer und runder. 

Ein weiterer Handlungsstrang behandelt die Hauptfigur Sunny (Daniel Wu), die sich außerhalb der Badlands in Gefangenschaft befindet und versuchen muss, einen Weg zur zurückgelassenen Familie zu finden. Sunny hat sich visuell ein wenig verändert, ordentlich austeilen kann er jedoch immer noch, wie er sehr schnell unter Beweis stellt. Ihm zur Seite wird ein neuer Begleiter gestellt, besetzt durch Nick Frost ein regelrechter Glücksgriff für die Serie. Denn Frost besitzt das komödiantische Talent und Charisma, um sich schnell in die Herzen der Zuschauer zu spielen. In Kombination mit Daniel Wu ergibt sich dadurch ein schlagfertiges Team, das für reichlich Spaß sorgt. 

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M.K. (Aramis Knight) ist derweil an einem geheimnisvollen Ort, an welchem ihm der Umgang mit seiner Macht beigebracht wird. Sobald er dahinter kommt, dass die friedvolle Gastfreundschaft nur Fassade ist, wird auch seine Geschichte zusehends interessanter. Im Vergleich zur ersten Staffel steht er nun jedoch weit weniger im Mittelpunkt des Geschehens, wichtiger Bestandteil der Serie bleibt er dennoch.

Während die erste Staffel sein spannendes Setting erzählerisch nicht so richtig zu nutzen wusste und weitestgehend sehr oberflächlich und simpel blieb, macht die zweite Staffel in der Hinsicht einen weitaus besseren Eindruck. Endlich wird einem die hier dargestellte Welt glaubwürdiger näher gebracht, endlich entwickelt man ein Gefühl dafür, die Konflikte spannend zu verarbeiten und den Charaktere mehr Beachtung zu schenken. Luft nach oben ist zwar weiterhin, die bisherige Entwicklung stimmt aber überaus positiv.

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Was sich in der zweiten Staffel zudem verändert hat ist der Gewaltgrad, der hier nun ganz neue Ausmaße annimmt. Mit Serien wie The Walking Dead hat AMC bereits gelernt, dass Zuschauer auf dargestellte Härte positiv anspringen, die Zielgruppe von Into The Badlands dürfte damit ebenfalls sehr glücklich werden. Und so wird hier geschlitzt, geköpft und Blut verspritzt, was das Zeug hält. Passt zu Into The Badlands tatsächlich ausgesprochen gut. 

Mit den schön choreographierten Kämpfen konnte bereits die erste Staffel punkten, auch die zweite steht dem in nichts nach. Das gilt nicht nur für Daniel Wu, der unter den Hauptdarstellern sicherlich die meiste Kampferfahrung besitzt, auch alle anderen, von Aramis Knight bis hin zu Emily Beecham, machen in dieser Hinsicht eine äußerst gute Figur. Der geschickte Einsatz von Drahtseilakrobatik, Zeitlupeneffekten und kreativen Ideen vor oftmals hübschen Kulissen lässt die Fights stets sehr ästhetisch wirken. Anleihen aus dem asiatischen Kino findet man hier viele, aber auch an Filmen wie Mad Max: Fury Road hat man sich das ein oder andere Mal orientiert. 

Fans dürfen sich übrigens freuen, Into The Badlands geht ganz sicher in die Verlängerung. Eine dritte Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben, sie wird diesmal sogar stolze 16 Folgen beinhalten. 

Fazit

Into The Badlands hat sich in seiner zweiten Staffel positiv weiterentwickelt. Das zeigt sich nicht nur im Produktionsaufwand wieder, auch erzählerisch funktioniert die Serie besser als zuvor. Die kommende dritte Staffel ist somit herzlich willkommen!

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