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"Grace und Frankie" - Erste Staffel - Kritik

Stu

Von Stu in "Grace und Frankie" - Erste Staffel - Kritik

"Grace und Frankie" - Erste Staffel - Kritik Bildnachweis: © Sony / Netflix

Story

Seit Ewigkeiten liegen Grace und Frankie im Klinsch miteinander. Aber ihre Beziehung ändert sich urplötzlich, als sie erfahren, dass ihre Ehemänner Robert und Sol sich ineinander verliebt haben und sich scheiden lassen wollen - damit sie heiraten können! Die Welt der beiden Frauen fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen und beide haben auf einmal nur noch einander

Kritik

Jane Fonda wurde kürzlich 80 Jahre alt. Sie war eines der weiblichen Aushängeschilder für das New Hollywood Kino der 1970er Jahre. Von 1990 bis 2005 legte sie jedoch eine Pause ein und kehrte mit der Komödie Das Schwiegermonster zurück. Leider spielte sie von da an, eigentlich nur noch in seichten Produktionen mit. Die Zeiten, in denen sie in relevanten Werken wie Coming Home – Sie kehren heim oder Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß mitwirkte, waren vorbei. Zu diesen seichten Vehikeln zählt auch die Netflix-Serie Grace und Frankie, die u.a. von Marta Kauffman entwickelt und produziert wurde, die u.a. für den Sitcom-Überhit Friends mitverantwortlich ist. Neben Fonda gehört auch Lily Tomlin (Grandma) zur Besetzung (sie spielt Frankie) und die beiden Darstellerinnen tragen ohne Zweifel fast die gesamte Serie.

Es darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass Martin Sheen (Apocalypse Now) und Sam Waterston (Serial Mom - Warum läßt Mama das Morden nicht?) ebenfalls zwei wichtige Säulen sind. Denn immerhin sorgt deren Coming Out dafür, dass sich das Leben der beiden unterschiedliche Damen gehörig ändert.Wie die Serie dies allerdings präsentiert ist weitestgehend arg steif vorgetragen. Die Serie suhlt sich in der doch recht elitären, finanziell abgesicherten Welt der oberen Mittelschicht. Die Probleme, die bei Grace und Frankie angesprochen und behandelt werden verkommen oftmals zu Stichwortgebern für – immerhin – recht pfeffrige Wortduelle. Vor allem wenn die beiden Titelfiguren sich ankeifen, ist das schon ganz spaßig. Der Kontrast zwischen den Society erprobten Highclass-Dame Grace und der freiheitsliebenden Frankie bietet sich halt auch einfach dafür an. Allerdings erschöpft es sich mit der Zeit. Nach 13 Episoden der ersten Staffel, hat sich der Reiz davon jedenfalls in Luft aufgelöst.

Neben Grace und Frankie bietet die Serie aber noch einige andere Figuren, an deren Leben und Probleme man teilhabt. Doch genau wie die Hauptfiguren wirken die Nebencharaktere stellenweise wie am Reißbrett konzipiert und zusammengestellt. Das ist das wohl größte Problem der Netflix-Serie, die 2018 bereits in ihre vierte Staffel geht: Das alles will ehrlich und wahrhaftig sein, wirkt aber mehr wie eine teils über-konzipierte Comedyserie, die vor allem von ihrer Besetzung lebt und den Coup, dass sich zwei großartige Darstellerinnen  für  das Projekt her gaben.

Die DVD

© Sony Pictures Home Entertainment

Hierzulande erscheint die Serie fürs habtische Heimkino leider nur auf DVD. Bild sowie Ton gehen aber voll in Ordnung. Auf den insgesamt drei Discs sind alle 13 Episoden der ersten Staffel enthalten. Darüber hinaus befindet sich noch eine Vorschau auf Staffel 2, Outtakes, ein Featurette sowie Begleitkommentare zu einzelnen Folgen mit den Hauptdarstellerinnen und der Serienschöpferin. Ein durch und durch solides Bonusmaterial. Die DVD  ist seit dem 30 November 2017 im Handel erhältlich und kommt von Sony Pictures Home Entertainment.

Fazit

Trotz großer Stars und einem durchaus interessanten Startpunkt (das Coming Out der beiden Ehemänner) versumpft und versackt die erste Staffel von „Grace und Frankie“ in der Belanglosigkeit. Insgesamt bietet die erste Staffel solide bis gute Unterhaltung, aber das Potenzial wird nie wirklich genutzt.

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